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Versprechen an den Generalsekretär

Seehofer will Dobrindt nach der Wahl befördern

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München - Die CSU-Zentrale steht vor einem Führungswechsel. Parteichef Horst Seehofer hat angekündigt, den Generalsekretär auszutauschen, wenn die CSU die anstehenden Wahlen gewinnt. Alexander Dobrindt winkt eine Beförderung.

"Alexander Dobrindt wird, wenn es für uns gut läuft, eine weitere Stufe auf der Karriereleiter erklimmen", sagte Seehofer bei einem Wahlkampfauftritt im Landkreis Weilheim-Schongau. Er könne sich "blind verlassen" auf den seit 2009 amtierenden Generalsekretär, der ihm ein "Freund" sei.

Dobrindt hat den Wahlkampf für die Partei federführend organisiert. Falls die CSU die Wahlen verliert, gilt sein Verbleib im Amt seit längerem als ausgeschlossen. Erfolglose Generale werden gefeuert. Dass Seehofer nun für einen Wahlsieg definitiv einen Wechsel und Dobrindts Aufstieg ankündigt, ist neu. Wohin er den Generalsekretär befördern will, ließ der Parteichef offen. Sehr wahrscheinlich ist eine Verwendung in der Bundespolitik. Dobrindt hat ein Bundestagsmandat. Der 43-Jährige wurde zuletzt mehrfach als künftiger Bundesminister gehandelt. Oberbayer Dobrindt könnte den Platz der nach München wechselnden Ilse Aigner einnehmen. Auch ein Austausch von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gilt als nicht ausgeschlossen. Faktisch kann Seehofer die Vergabe der CSU-Ministerposten im Alleingang entscheiden. Sollte Dobrindt an die Spitze der Landesgruppe streben, wäre dazu allerdings die Wahl durch die Abgeordneten erforderlich.

In Umfragen liegt die CSU derzeit weit vorn. Seehofer kündigte bei dem Wahlkampfauftritt die Veröffentlichung neuer, für ihn sehr guter Werte noch in dieser Woche an. Eine Aufstiegsgarantie wie für Dobrindt hat bisher kein anderer CSU-Politiker erhalten. Lediglich seinen Kultusminister Ludwig Spaenle, der in München-Schwabing vor einem sehr harten Wahlkampf steht und in die Verwandtenaffäre verwickelt war, stützte Seehofer mit der Zusage, ihn auf jeden Fall wieder ins Kabinett zu berufen.

Wer nach Dobrindt die Parteizentrale führen soll, ist bisher offen. Intern gehandelt als künftige Generalsekretäre werden unter anderem jüngere Landtagsabgeordnete, darunter der Münchner Markus Blume und der Oberpfälzer Albert Füracker. Seehofer hat sich hier jedoch nicht festgelegt. Viel dürfte davon abhängen, welche Kabinettsposten in der Staatsregierung neu zu vergeben sind.

Christian Deutschländer und Brigitte Gretschmann

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