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Seehofer will Niebler in München

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Angelika Niebler lehnt bisher einen Wechselins Maximilianeum ab

München - Der Parteichef macht Druck: Europaabgeordnete Angelika Niebler soll in den Landtag wechseln - und damit für eine bessere Frauenquote sorgen.

Hilferuf nach Brüssel: CSU-Chef Horst Seehofer will die Europa-Abgeordnete Angelika Niebler in den Landtag locken. Wenn die Frauen-Union beklage, dass zu wenig Frauen die Chance auf Direktmandate bekommen, müssten führende Damen bitte selbst kandidieren, sagte Seehofer nach Informationen unserer Zeitung in mehreren internen Sitzungen. Sie dürften sich „nicht vor der Verantwortung drücken“.

Bei der Landtagswahl 2013 droht der eh schon geringe Frauenanteil in der Fraktion weiter zu sinken. Das wäre peinlich für die Parteispitze, die doch verstärkte Frauenförderung will. Außerdem beklagte Seehofer intern mehrfach, er fürchte, Oberbayern habe zu wenig attraktive Kandidaten für die Liste. Es gibt aber rechtlich keine Handhabe, die Aufstellung bestimmter Direktkandidaten in den Stimmkreisen zu erzwingen – es helfen wohl nur klare Worte. Seehofer mache gegenüber Niebler „ziemlich Druck“, heißt es in der Partei, wenn er sie auch in den Runden bisher nicht namentlich nenne.

Die 49-jährige Juristin vertritt die CSU seit 1999 in Brüssel. Sie landete dort bald auf wichtigen Posten. Einen Wechsel in die Landespolitik lehnte sie bis heute stets dankend ab, obwohl sie auch als ministrabel gilt. Nun wird der Stimmkreis in ihrer Heimat Ebersberg (Familie Niebler wohnt in Vaterstetten) frei. Die langjährige Ex-Ministerin Christa Stewens tritt dort trotz vieler Überredungsversuche nicht mehr an.

Seehofer kann sich demnach auch Bundesministerin Ilse Aigner im Landtag vorstellen. Sie könnte im ebenfalls freien Stimmkreis Starnberg kandidieren. Aigner sieht ihren Platz aber, heißt es, bis zur Bundestagswahl in Berlin.  

cd

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