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Horst Seehofer wünscht sich eine schwarz-gelbe Koalition.

CSU-Chef wird deutlich

Ende der GroKo? Das wünscht sich Seehofer

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer strebt nach der Bundestagswahl ein Bündnis mit der FDP an.

München - "Ich wünsche mir ein Comeback von Schwarz-Gelb", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild"-Zeitung von Mittwoch. "In den zentralen Punkten der Wirtschaftspolitik, der Finanzpolitik, der Technologiepolitik haben Union und FDP große Gemeinsamkeiten."

Seehofer bezweifelte, dass die SPD für eine Neuauflage der großen Koalition zur Verfügung steht. "Alles, was ich von deren Parteispitze höre, deutet auf das Gegenteil hin. Aber wer weiß", sagte er.

In den aktuellen Umfragen überraschen die Grünen. Ein Bündnis mit FDP und Grünen lehnte der CSU-Vorsitzende ab. "Was bei den Grünen alles herumgeistert - Wiedereinführung der Vermögensteuer, Stopp des Verbrennungsmotors, noch mehr Zuwanderung - das alles hätte nicht die Spur einer Chance auf Umsetzung mit der CSU", sagte Seehofer. "Für so einen Horror-Koalitionsvertrag gäbe es bei einem CSU-Parteitag nicht eine einzige Stimme."

Forderung nach Abschaffung von Familiennachzug stößt auf Kritik

Die Forderung der CSU nach einer generellen Abschaffung des Rechts auf Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus stößt auf deutliche Kritik. "Es passt nicht zu einer Partei, die den Anspruch hat christlich zu sein, wenn sie verhindern will, dass Mutter, Vater und Kind zusammen geschützt werden", erklärte Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt am Mittwoch in Berlin. Kein Familiennachzug bedeute neue Sicherheitsrisiken, warnte auch Linken-Parteichefin Katja Kipping.

Seehofer erklärte zudem seine Sorge vor der Entstehung von Ghettos in Deutschland. Das zu verhindern sei „eine der wichtigsten Aufgaben“. Bayern handele bereits entsprechend, so der CSU-Chef.

dpa/afp

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