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Englisch als zweite Verwaltungssprache: Beamtenbund lehnt FDP-Vorstoß ab

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Zu sehen sind verschiedene Wörterbücher. Der Deutsche Beamtenbund wehrt sich gegen die Einführung von Englisch als zweite Verwaltungssprache. (Symbolbild)
Der Deutsche Beamtenbund wehrt sich gegen die Einführung von Englisch als zweite Verwaltungssprache. (Symbolbild) © Peter Kneffel

Der Deutsche Beamtenbund lehnt einen Vorstoß der FDP, Englisch als zweite Verwaltungssprache einzuführen, ab. News vom 05. Juli im Live-Ticker.

Kritik an Vorstoß: Den Vorschlag der FDP, Englisch als zweite Verwaltungssprache in Behörden zu etablieren, lehnt man beim Deutschen Beamtenbund (dbb) ab. DBB-Sprecherin Britta Ibald sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland „Wenn es um Verordnungen und Gesetze geht, gilt hierzulande schon aus Gründen der Rechtssicherheit die Amtssprache, und die ist Deutsch.“

Ibald sieht in einer Erweiterung einen erheblichen Mehraufwand. Die Sprecherin erklärte: „Die Anforderungen an die erforderlichen Fremdsprachenkenntnisse sind beispielsweise je nach Fachrichtung und Region sehr unterschiedlich, sodass die pauschale Einführung von Englisch als zweiter ‚Amtssprache‘ hinsichtlich des erforderlichen Mehraufwands wenig zielführend erscheint.“ Nichtsdestotrotz setze man bei der Personalgewinnung im öffentlichen Dienst bereits auf interkulturelle Kompetenz und Mehrsprachigkeit, wo möglich. Die FDP hatte sich mit Blick auf den Fachkräftemangel zuletzt für Englisch als zweite Verwaltungssprache ausgesprochen, um Ankommenden den Einstieg zu erleichtern.

Selenskyj: Wiederaufbau der Ukraine muss vor Kriegsende beginnen

Schneller Wiederaufbau: Die Folgen des Krieges mit Russland unter Wladimir Putin sind für die Ukraine verheerend. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte nun in einer Videoansprache, mit dem Wiederaufbau zerstörter Städte müsse unverzüglich begonnen werden. Selenskyj forderte mit Blick auf den Winter auch, sich vor allem hinsichtlich der Energieversorgung vorzubereiten.

Derweil läuft im Schweizer Lugano aktuell eine Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine. Der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal schätzt, für den Wiederaufbau seines Landes seien mindestens 750 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 720 Milliarden Euro, notwendig, so die dpa.

Ökostrom: Viel Wind und Sonne lassen Ökostromanteil auf 49 Prozent steigen

Mehr Ökostrom: Vorläufige Berechnungen des Branchenverbandes BDEW und des Stuttgarter Forschungsinstitutes ZSW haben ergeben, dass im ersten Halbjahr 49 Prozent des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt wurden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg von etwa sechs Prozent. Grund hierfür waren vor allem starker Wind im Winter sowie viel Sonne im Frühling.

Als wichtigste Stromquelle erweist sich den Berechnungen zufolge mit Abstand die Windkraft an Land. Ihr Anteil stieg von 17 auf 21 Prozent. Auch bei Solarkraft ist ein Anstieg von 10 auf 12 Prozent zu verzeichnen. BDEW-Chefin Kerstin Andreae forderte besonders beim Ausbau von Windenergie ein schnelles Handeln. „Der größte Hemmschuh sind hier noch immer fehlende Flächen“, so Andreae. Bereits kürzlich hatte es Berichte über schleppenden Ausbau von Windkraft gegeben.

Politik-Ticker: Alle News und Hintergründe des Tages auf einen Blick

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