Nach Rücktrittsankündigung von Horst Seehofer: Markus Söder will CSU-Chef werden 

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Anas M. und sein Anwalt Chan-jo Jun.

„Verleumderische Fotos“

Selfie mit Merkel: Flüchtling will erneut gegen Facebook klagen

Nach seinem Selfie mit der Kanzlerin wurde ein manipuliertes Foto eines syrischen Flüchtlings tausendfach in den sozialen Medien geteilt. Der will nun erneut gegen Facebook klagen.

Berlin  - Der syrische Flüchtling, dessen Selfie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel für falsche Anschuldigungen und Hasskommentare missbraucht wurde, plant eine neue Klage gegen Facebook. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“ in seiner aktuellen Ausgabe (Samstag) unter Berufung auf Anas M. und dessen Würzburger Anwalt Chan-jo Jun. Der 21-jährige Flüchtling will demnach erreichen, dass manipulierte Versionen des Selfies aus dem sozialen Netzwerk gelöscht werden. „Ich will weitermachen und nicht aufgeben. Mein Ziel ist es, dass Facebook die verleumderischen Fotos löschen muss“, sagte M. dem „Fosuc“.

Anwalt Chan-jo Jun bestätigte dem Magazin, dass der Streit in die nächste Runde gehe. „Facebook hat ein Einlenken verweigert und verbreitet das Bild weiter“, so der IT-Rechtsspezialist. Einen konkreten Zeitplan für das Einreichen der Klage gibt es demnach jedoch nicht.

Anas M. war auf verleumderischen Fotomontagen fälschlicherweise als Terrorist und Attentäter dargestellt worden. Die Bildmontagen brachten den Syrer sowohl mit dem tödlichen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt als auch mit einem brutalen Angriff auf einen Obdachlosen in München in Verbindung. Der rechtswidrige Beitrag wurde in dem sozialen Netzwerk hundertfach geteilt. Mit seiner ersten Klage war M. im März 2017 vor dem Landgericht Würzburg gescheitert und hatte danach zunächst erklärt, keine weiteren juristischen Schritte gegen den Netzwerkkonzern unternehmen zu wollen.

Facebook steht derzeit wegen eines Datenskandals in der Kritik, nachdem Mitte März bekannt wurde, dass die britische Analyse-Firma Cambridge Analytica ohne deren Wissen unrechtmäßig an Informationen von Millionen Nutzern gekommen war.

dpa

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