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Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD).

Dank guter Wirtschaftslage

Rentenbeitrag könnte bald sinken

Berlin - Das Polster der Rentenkasse ist groß - die Chancen auf eine spürbare Entlastung der Beitragszahler steigen. Nun hat sich erstmals die Bundessozialministerin klar positioniert.

Die Beitragszahler können auf sinkende Rentenbeiträge hoffen. Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) kündigte am Montag erstmals an, dass die Regierung einen möglichen Spielraum zur Beitragssenkung im kommenden Jahr nützen werde. Heute beträgt der Beitragssatz 18,9 Prozent.

„Die gute wirtschaftliche Lage haben die Beschäftigten und die Unternehmen in Deutschland gemeinsam hart erarbeitet“, sagte Nahles in Berlin. Sie sorgten mit ihren Beiträgen auch für eine starke soziale Sicherung.

Bei der Rente habe die Koalition den Spielraum für bessere Leistungen genutzt, die Rentenkasse sei gut gefüllt. „Wenn sich nun wegen der guten Lage eine Möglichkeit bietet, den Rentenbeitragssatz zum 1. Januar 2015 abzusenken, dann werden wir das tun“, sagte Nahles. Sie äußerte sich am Rande eines Berichterstattergesprächs, bei dem Haushaltspolitiker mit der Ministerin die Finanzlage beleuchteten.

Mehr Geld in der Tasche nütze den Arbeitnehmern, sagte Nahles. „Geringe Sozialabgaben entlasten auch die Arbeitgeber.“ Klarheit über die Spielräume gebe es aber erst, wenn im November eine offizielle Schätzung vorliege.

Trotz eines Milliardenpolsters in der Rentenkasse hatten sich mehrere Koalitionspolitiker gegen eine Entlastung der Beitragszahler gewandt. Bereits eine zu Jahresbeginn eigentlich anstehende Beitragssatzsenkung war ausgefallen. Ein Koalitionsbeschluss hatte bewirkt, dass den Beitragszahlern - Beschäftigten und Unternehmen - im laufenden Jahr Entlastungen von knapp 6 Milliarden Euro entgehen.

Die Rentenerhöhung zum 1. Juli und die ersten Zahlungen der höheren Mütterrente ließen das Finanzpolster der Rentenkasse im August erstmals seit Monaten leicht abschmelzen. Die Rücklage sank innerhalb eines Monats um rund 500 Millionen auf 33,7 Milliarden Euro.

dpa

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