+
Kim Jong-Un und der südkoreanische Präsident Moon Jae-In posieren mit beiden First Ladys beim historischen Gipfel in Panmunjom.

Spannende Einblicke

Hinter den Kulissen des Korea-Gipfels: Kim trank Schnaps - aber auf eines verzichtete er überraschend

Nach dem historischen Treffen zwischen Kim Jong-Un und dem südkoreanischen Präsidenten sind pikante Details über das Verhalten des Diktators aufgetaucht. Keine Zigaretten, dafür den ein oder anderen Schnaps.

Seoul - Vor einigen Monaten ließ er mit seinen Atomtest-Aktionen noch die Welt zittern. Heute, nach dem pazifischen Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-In und dem Versprechen einer Denuklearisierung ist der Blick auf Nordkoreas Leader Kim Jong-Un ein etwas anderer.  Details aus dem Gipfel mit Moon Jae-In in Südkorea lassen hoffen und geben ihm ein völlig neues Gesicht.

Annäherung nach 70 Jahren

Ungefähr zwölf Stunden dauerte insgesamt das Treffen mit dem südkoreanischen Kollegen. In Panmunjom unterhielten sich die zwei Staatsoberhäupter unten Bäumen und machten einen zeremoniellen Schritt über die Grenze zu Südkorea. Danach unterzeichneten die beiden einen Friedensvertrag und umarmten sich zum ersten Mal nach fast 70 Jahren Kriegszustand. Als letztes gab es ein Bankett mit ungefähr 50 Gästen aus Nord- und Südkorea. Anwesend waren auch beide First Ladys Kim Jung-Sook und Ri Sol-Ju.

Wie die südkoreanische Zeitung Korea Herald berichtet, soll Kim beim Gipfel sehr „höflich, resolut und seriös“ aufgetreten sein. Aber auch neue „pikante“ Details über diesen umstrittenen Leader sind nach dem Treffen aufgetaucht.

Bankett mit Schnaps - aber ohne Zigaretten

Wie ein Mitarbeiter des südkoreanischen Präsidenten der Korea Herald erzählte, habe sich der nordkoreanische Diktator während des Banketts den ein oder anderen Schnaps gegönnt. Dabei handelte es sich um einen Zuckerhirse-Brand aus der nordkoreanischen Provinz Pyeongan. Und der war anscheinend so lecker, dass Kim ihn sich mehrmals einschenken ließ.

Kim gilt außerdem als ein echter Kettenraucher: Oft ist er in Propagandabildern mit einer Zigarette in der Hand zu sehen. Deshalb hatte Südkoreas Präsident Moon Aschenbecher auf dem Tisch des Banketts hinlegen lassen. Doch seine Nikotinsucht hielt der 34-Jährige überraschenderweise zurück. Während des gesamten Gipfels soll er nur einmal in einen Nebenraum gegangen sein, um dort zu rauchen. Spekulationen zufolge sei er dafür zu nervös gewesen. Andere schreiben, es sei ein Zeichen für Respekt gegenüber Moon gewesen.

Kims naive Seite

Doch obwohl das Treffen im Großen und Ganzen ein Erfolg für beide Seiten war, zeigte sich Kim ab und zu auch etwas „naiv“, wie die südkoreanische Zeitung Hankyoreh berichtet. Manchmal habe er törichte Fragen gestellt, wie der südkoreanische Präsident selbst erzählte. So soll Kim zum Beispiel gefragt haben: “Werden Sie auch wirklich immer abnehmen, wenn ich sie anrufe?”, woraufhin Moon ihm erklären musste, dass es so einfach nicht funktioniere. 

Außerdem habe sich Kim gewünscht, zukünftig mehr Basketball-Spiele zwischen Nord- und Südkorea zu organisieren. Es ist ja bekannt, dass der nordkoreanische Leader ein großer Basketball-Fan ist.

Es bleibt immer noch spannend, wie das Treffen zwischen Kim und dem US-Präsidenten Donald Trump laufen wird. Noch stehen kein Datum und kein Ort fest.

fm

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Böse Drohungen gegen May - Ministerin Barley gibt den Männern die Schuld am Brexit-Chaos
Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien: Theresa May überstand das Misstrauensvotum und musste auf dem EU-Gipfel am Donnerstag auf Merkel hoffen. Der …
Böse Drohungen gegen May - Ministerin Barley gibt den Männern die Schuld am Brexit-Chaos
Mutmaßlicher Straßburger Attentäter ist tot - IS reklamiert Anschlag für sich
In Straßburg gab es am Dienstagabend Schüsse bei einem Weihnachtsmarkt. Mehrere Menschen starben, es gibt zahlreiche Verletzte. Der mutmaßliche Täter wurde laut einem …
Mutmaßlicher Straßburger Attentäter ist tot - IS reklamiert Anschlag für sich
US-Senat: Saudischer Kronprinz für Mord an Khashoggi „verantwortlich“
Im Fall Khashoggi steht der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman unter Verdacht, den Mord befohlen zu haben. Der US-Senat machte ihn für die Tat verantwortlich. Der …
US-Senat: Saudischer Kronprinz für Mord an Khashoggi „verantwortlich“
Düstere Prognose in der „New York Times“: Nach Merkel ist „Deutschland am Ende“
Die Zukunft Deutschlands sieht alles andere als rosig aus - zumindest wenn man einem Kommentar in der „New York Times“ Glauben schenkt. Der Autor gilt als renommierter …
Düstere Prognose in der „New York Times“: Nach Merkel ist „Deutschland am Ende“

Kommentare