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Bart De Wever (links) von der Neu-Flämischen Allianz und Elio Di Rupo von den Sozialisten wollen die Wähler in Belgien überzeugen.

Regierungsbildung

Separatisten oder Sozialisten? Belgien wählt

Brüssel - Rund acht Millionen Belgier entscheiden am Sonntag bei Parlaments- und Regionalwahlen auch über die Zukunft des eigenen Landes. Die Regierungsbildung könnte schwierig werden.

Bei der Wahl der 150 Abgeordneten des nationalen Parlaments geht es vor allem um die Frage, wie stark die separatistisch-orientierte Neu-Flämische Allianz (N-VA) im niederländischsprachigen Norden des Landes wird. Deren Vorsitzender Bart De Wever könnte zur Schlüsselfigur bei einer sehr schwierigen Regierungsbildung werden. Seine Partei wird Umfragen zufolge mit etwa 30 Prozent erneut das beste Ergebnis aller Parteien einfahren.

Nach letzten Umfragen werden in Flandern die konservativen Parteien tonangebend sein - neben der N-VA werden den Christdemokraten etwa 17 Prozent zugetraut.

In der französischsprachigen Wallonie hingegen gelten die Sozialisten von Regierungschef Elio Di Rupo mit knapp 29 Prozent als stärkste Kraft, gefolgt von den Liberalen mit etwa 21 Prozent.

Zweisprachige Regierungskoalition

Die Parteienfamilien treten im Norden und Süden getrennt an, im offiziell zweisprachigen Brüssel gibt es zusätzlich gesonderte Parteien. Eine Regierungskoalition muss von Parteien beider Sprachgruppen gebildet werden.

Sollten die Separatisten De Wevers mehr als 30 Prozent bekommen, könnte das die Koalitionsbildung sehr schwierig machen. Nach der Wahl vom Juni 2010 dauerte diese Regierungsbildung 541 Tage bis zum Dezember 2011.

dpa

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