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Der bosnische Serbenführer Milorad Dodik hat den Völkermord in der ostbosnischen Stadt Srebrenica offen geleugnet.

Serben-Führer leugnet Völkermord in Srebrenica

Belgrad - Der bosnische Serbenführer Milorad Dodik hat den Völkermord in der ostbosnischen Stadt Srebrenica offen geleugnet. Vor allem was die Anzahl der Opfer angeht, widerspricht Dodik.

Dort habe es 3500 statt der festgestellten rund 8000 Opfer gegeben, sagte der Regierungschef der serbischen Landeshälfte in Bosnien der Belgrader Zeitung “Novosti“ (Dienstag): “Wir können und werden niemals hinnehmen, dass dies als Völkermord eingestuft wird“.

Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hatte dieses schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg als Genozid beschrieben. Serbische Verbände hatten während des Bürgerkrieges im Juli 1995 bis zu 8000 muslimische Männer und Jungen systematisch ermordet. Der dafür Hauptverantwortliche, der damalige bosnische Serbenführer Ratko Mladic, konnte sich bis heute verstecken. Er soll in Serbien sein, was Belgrad bestreitet.

Er habe Beweise, dass “mehr als 500 Menschen von dieser (Todes-) Liste sich unter den Lebenden befinden“, sagte Dodik weiter. Mehr als 250 der auf dem Friedhof beerdigten angeblichen Opfer seien gar nicht in Srebrenica getötet worden. Heute würden auch Angehörige der Getöteten auf dem Friedhof des “Gedächtniszentrums“ bestattet und als Srebrenica-Opfer ausgegeben. Der Chefankläger des UN-Kriegsverbrechertribunals, Serge Brammertz, will an diesem Dienstag den Friedhof in Potocari vor den Toren von Srebrenica besuchen.

dpa

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