+
Matteo Renzi mit Italiens Präsident Sergio Mattarella.

Ministerpräsident soll erstmal im Amt bleiben

Italiens Präsident bittet Renzi um Aufschub seines Rücktritts

Rom - Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi tritt nicht mit sofortiger Wirkung zurück. Staatspräsident Sergio Mattarella habe ihn gebeten, noch im Amt zu bleiben.

Italiens Präsident Sergio Mattarella hat Regierungschef Matteo Renzi aufgefordert, seinen Rücktritt aufzuschieben. Renzi solle noch bis zur Verabschiedung des Haushalts 2017 im Amt bleiben, hieß es am Montag in einer Erklärung des Präsidialpalastes in Rom nach einem abendlichen Treffen der beiden Politiker. Italienischen Medien zufolge würde es dafür ausreichen, wenn Renzi noch bis Freitag im Amt bliebe.

Nach der deutlichen Ablehnung seiner Verfassungsreform durch knapp 60 Prozent der Referendumsteilnehmer hatte Renzi noch in der Nacht zum Montag seinen Rücktritt angekündigt. Er hatte das Referendum vom Sonntag im Vorfeld auch zu einer Abstimmung über seine Regierung gemacht.

Die Opposition forderte nach dem Referendum vorgezogene Neuwahlen. Sie sind derzeit aber kaum möglich, weil zunächst das Wahlgesetz reformiert werden muss.

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Steinmeier verurteilt Aggression im Wahlkampf
In wenigen Tagen wird gewählt. Der Bundespräsident verurteilt Übergriffe und Randale rechter Gruppen. Der Zustand der Gesellschaft macht ihm Sorgen. Die AfD erwähnt er …
Steinmeier verurteilt Aggression im Wahlkampf
Trump-Rede vor der UN: Für seine Verhältnisse sachlich
Donald Trump tritt vor die Vereinten Nationen: Das allein hat Sprengkraft. Seine Rede fällt für Trump-Verhältnisse sachlich aus, auch wenn es ihr nicht an Härte mangelt.
Trump-Rede vor der UN: Für seine Verhältnisse sachlich
Berliner Landgericht nennt Mietpreisbremse verfassungswidrig
Die Mietpreisbremse soll, was der Name sagt: den Anstieg von Mieten begrenzen. Das Berliner Landgericht hält das Instrument für verfassungswidrig. Ändern wird sich aber …
Berliner Landgericht nennt Mietpreisbremse verfassungswidrig
Wer im Rennen um Ministerposten schon jetzt die Nase vorn hat
Spitzenpolitiker stellen sich auf drei mögliche Regierungskoalitionen ein: Schwarz-rot, schwarz-gelb oder schwarz-grün. Wer könnte sich schon bald auf einem …
Wer im Rennen um Ministerposten schon jetzt die Nase vorn hat

Kommentare