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In der Russland-Affäre ist Justizminister Jeff Sessions von dem Team des Sonderermittlers Mueller befragt worden. Foto: Alex Brandon

Sonderermittler Mueller

Sessions und Comey in Russland-Ermittlung befragt

Die Russland-Affäre schwelt weiter, Donald Trump wird die ihm so verhasste Angelegenheit nicht los. Nun wurde sein Justizminister Sessions bei den Ermittlungen befragt. Und er ist nicht der Einzige.

Washington (dpa) - In der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump ist Justizminister Jeff Sessions von dem Team des Sonderermittlers Robert Mueller befragt worden. Das bestätigte ein Sprecher des Justizministeriums am Dienstag.

Das Treffen fand demnach in der vergangenen Woche statt. Laut einem Bericht der "New York Times" dauerte Sessions' Befragung mehrere Stunden. Wie die Zeitung weiter berichtete, wurde auch der von Trump gefeuerte FBI-Chef James Comey im vergangenen Jahr von Muellers Büro befragt.

Hintergrund von Muellers Ermittlungen ist, dass US-Geheimdienste Russland beschuldigen, sich mit Hackerangriffen in den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und seiner Konkurrentin Hillary Clinton zu schaden.

Mueller untersucht, ob es dabei geheime Absprachen zwischen Moskau und Trumps Wahlkampflager gab. Mehrere Berater Trumps hatten während des Wahlkampfes und auch nach der Wahl Kontakt mit Vertretern Russlands - darunter auch Sessions. Er traf sich mit dem damaligen russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak.

In einer Anhörung vor dem Senat verneinte Sessions dies aber - und sagte damit nicht die Wahrheit, während er unter Eid stand. Wegen Befangenheit hält er sich seither aus den Russland-Ermittlungen des FBI raus - was Trump massiv missfällt. Als oberster Chefankläger hat Sessions die Aufsicht über das FBI.

Sessions steht nicht nur wegen seiner Kontakte während des Wahlkampfes im Fokus der Affäre. Es geht auch um die Frage, ob Trump im Zuge des Ganzen möglicherweise die Justiz behindert hat, indem er den FBI-Chef James Comey feuerte. Trump hatte nach der Entlassung zunächst erklärt, er habe auf Empfehlung von Sessions und dessen Stellvertreter Rod Rosenstein gehandelt. Später sagte er, er habe dabei "diese Russland-Sache" im Kopf gehabt.

Wie die "New York Times" berichtete, befragte Muellers Büro Comey im vergangenen Jahr zu einer Reihe von Notizen, die er zu seinen Interaktionen mit Trump verfasst hatte. In einem dieser Memos hatte Comey geschrieben, dass Trump ihn um eine Einstellung der Ermittlungen gegen den damaligen nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn gebeten habe. Flynn hatte ebenfalls Kontakte zum russischen Botschafter Kisljak verschwiegen.

Die "Washington Post" berichtete, Mueller wolle Trump in den kommenden Wochen zu seinen Entscheidungen befragen, Flynn und Comey abzusetzen. Die Zeitung berief sich dabei auf zwei mit der Sache vertraute Personen.

Der Präsident hat die Russland-Ermittlungen wiederholt als "Hexenjagd" bezeichnet. Sie schaden ihm politisch sehr.

Bericht New York Times

Bericht Washington Post

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