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Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger empfindet Brüderles Drindl-Spruch als Kompliment

Leutheusser-Schnarrenberger findet

Dirndl-Spruch: „Das war doch ein Kompliment"

Berlin - Jetzt mischt auch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bei der Sexismus-Debatte mit. In ihren Augen ist Rainer Brüderles Dirndl-Spruch als Kompliment aufzufassen.

Sie kommt aus Bayern und zieht auf dem Oktoberfest auch gern mal selbst ein Dirndl an: Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger findet nun, dass ihr heftig kritisierter Parteifreund Rainer Brüderle sich gegenüber einer Journalistin überhaupt nicht sexistisch verhalten hat.

Die „Stern“-Reporterin hatte in einem Porträt geschildert, wie Brüderle sich vor einem Jahr an einer Hotelbar anzüglich verhalten habe. Dabei habe der FDP-Spitzenkandidat unter anderem gesagt: „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen“, schrieb die Journalistin.

Leutheusser sieht darin nichts Anstößiges. „Ach, das war doch ein Kompliment. Das ist doch was anderes, als wenn jemand tatsächlich übergriffig wird.“ Man sollte die Kirche im Dorf lassen. „Wenn ich auch ein Dirndl tragen kann und das steht mir gut, wo ist denn da die Beleidigung“, meinte die stellvertretende FDP-Vorsitzende.

dpa

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