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Frank Plasberg und seine Gäste zum Thema "Macht, Mann, Missbrauch - was lehrt uns der Fall Wedel?"

SPD-Frau trägt angebliche Zitate aus Maske weiter

Sexismus-Vorwürfe in „Hart aber fair“-Sendung: ARD reagiert

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Frank Plasberg diskutierte am Montagabend bei „Hart aber fair“ mit seinen Gästen über Sexismus. Mit den Ausführungen von SPD-Frau Katarina Barley hatte er aber vermutlich nicht gerechnet. Nun reagiert seine Redaktion.

München - In der ARD-Talkrunde „Hart aber fair“ ging es am Montagabend um die aktuellen Missbrauchs-Vorwürfe gegen Star-Regisseur Dieter Wedel und Sexismus im Alltag. Titel der Sendung: „Macht, Mann, Missbrauch - was lehrt uns der Fall Wedel?“

Talkgäste waren unter anderem Strafrechtlerin Monika Frommel, Thomas Kleist, Intendant des Saarländischen Rundfunks und die geschäftsführende SPD-Familienministerin Katarina Barley. Und die sorgte mit pikanten Ausführungen für einen sichtlich unangenehmen Moment für den Moderator Frank Plasberg.

Die Diskussion beginnt mit den üblichen Ausführungen verschiedener Standpunkte. Während Monika Frommel das „Tribunal“ gegen Dieter Wedel verurteilt und die aktuelle Sexismus-Debatte für überzogen hält, versucht der SR-Intendant, das Bemühen der öffentlich-rechtlichen Sender nach Aufklärung deutlich zu machen. 

Barley bei „Hart aber fair“: „Fragen sie mal die Maskenbildnerinnen“

Doch nach gut der Hälfte der Sendung sorgt Katarina Barley für Aufsehen. Denn die SPD-Frau erzählt von einer angeblichen Unterhaltung hinter den Kulissen der Sendung. „Wir waren doch alle in der Maske eben“, leitet Barley ein. „Fragen sie mal die Maskenbildnerinnen - ich hab die mal gefragt: ‚Erleben Sie das auch?‘ Die sagen: ‚Natürlich erleben wir das“, schildert Barley deren Antwort. 

Damit dürfte Moderator Frank Plasberg nicht gerechnet haben. Ausgerechnet die Angestellten der Redaktion seiner eigenen Sendung sollen laut Barley Sexismus beklagen: „Die eine sagte mir: ‚Ich würd‘ am liebsten kurz vor der Rente dem einen nochmal richtig sagen, was er für ein Arsch ist...“ 

Plasberg versucht Reaktion herunterzuspielen

Wen, ob Gast der Sendung oder auch Mitarbeiter des Plasberg-Teams, sie mit „dem einen“ gemeint haben könnte, blieb unklar. Damit nicht genug. Denn auch eine andere Maskenbildnerin soll sich in diese Richtung geäußert haben. Barley: „Und daraufhin sagt die andere: ‚Bitte nicht, ich muss noch zwei Jahre länger aushalten‘“. 

Das Publikum applaudiert. Frank Plasberg versucht die Situation herunterzuspielen: „Recherchen in der Maske von ‚Hart aber fair‘“, kommentiert er lapidar und sagt: „Danke, dass sie‘s öffentlich macht.“ Weiter geht er auf die Ausführungen seiner eigenen Mitarbeiter nicht ein.

ARD nimmt Stellung - WDR geht Barley-Aussage nach

Auf Nachfrage unserer Redaktion hin reagierte nun aber die ARD: „Selbstverständlich“ sei der WDR der Schilderung nachgegangen und habe mit beiden Kolleginnen gesprochen. „Die Maskenbildnerinnen haben erklärt, dass sich ihre Bemerkungen zum Thema Sexismus zu keinem Zeitpunkt auf die Produktion ‚Hart aber fair‘ bezogen haben, weder auf die Redaktion, noch auf Gäste oder den Moderator.“

Beide Kolleginnen seien freiberuflich tätig und würden für viele verschiedene Auftraggeber arbeiten. Auf welche Auftraggeber und auf welche Produktionen sich ihre Schilderungen bezogen, wollten die beiden Frauen gegenüber dem WDR nicht sagen. 

In der Sendung „Hart aber fair“ sorgte SPD-Frau Katarina Barley für Wirbel.

Auch mit Barley selbst habe die Redaktion noch einmal gesprochen. „Sie bestätigt, dass ihre Äußerungen in der betreffenden Sendungen ausdrücklich nicht auf die Produktion von ‚Hart aber fair‘ bezogen waren. Sie hatte auch zu keinem Zeitpunkt des Gesprächs den Eindruck, dass die Schilderungen der beiden Frauen auf frühere Situationen in dieser Produktion Bezug nahmen.“ Das relativiert den Aufreger von Montagabend dann doch wieder.

Amüsante Randnotiz

Als letzter Einspieler der Sendung macht eine Reporterin einen Mann darauf aufmerksam, dass die Formulierung „Mädel“ sexistisch sei. Was folgt, ist ein Trailer zur ARD-Serie „Vorstadtweiber“. Dieser tatsächlich etwas unglückliche Übergang der Programmmacher provoziert natürlich einen spöttischen Kommentar auf Twitter.  

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