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Pakistans Ex-Ministerpräsident Nawaz Sharif geht aus der Wahl wohl als Sieger hervor.

Hochrechnungen zeigen:

Sharifs Muslimliga Wahlsieger in Pakistan

Lahore - Bei der Parlamentswahl in Pakistan steuert die Muslimliga (PML-N) des früheren Ministerpräsidenten Nawaz Sharif auf einen haushohen Sieg zu.

Darauf deuteten am Sonntagmorgen Hochrechnungen und die schon eingelaufenen Auszählungen hin. Der 63-Jährige erklärte sich noch in der Nacht zum Sieger und wurde in Lahore im Osten des Landes von seinen Anhängern ausgelassen gefeiert.

Es wäre die dritte Amtszeit für Sharif, der 1999 in einem unblutigen Militärputsch von General Pervez Musharraf abgesetzt und ein Jahr später ins Exil geschickt worden war. Er kehrte - wie Benazir Bhutto auch - 2007 zurück, übernahm wieder die Führung seiner Partei und wurde mit ihr bei der Wahl 2008 zweitstärkste Kraft im Land.

Unklar blieb am Sonntagmorgen zunächst, ob Sharifs Partei auf Koalitionspartner angewiesen sein wird. Er bot in einer Dankesrede allen politischen Kräften eine Zusammenarbeit an. „Ich bitte alle, sich mit mir an einen Tisch zu setzen, damit unser Land von Flüchen wie Inflation, Arbeitslosigkeit und den ständigen Stromausfällen befreit werden kann“, sagte er.

Wie befürchtet war die historische Parlamentswahl von blutigen Terrorakten überschattet worden. Bei mehreren Bombenanschlägen und Schüssen auf Wahllokale und Parteibüros kamen am Samstag mindestens 22 Menschen ums Leben. Dutzende weitere wurden verletzt.

Die Abstimmung fand unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt. Gut 600 000 Polizisten, Soldaten und Sicherheitskräfte waren im Einsatz. Wahlberechtigt waren rund 86 Millionen Bürger. Die regierende Pakistanische Volkspartei (PPP) von Präsident Asif Ali Zardari scheint nun abgewählt zu sein.

Schon der Wahlkampf wurde von Dutzenden Angriffen islamischer Extremisten überschattet, bei denen mindestens 130 Menschen getötet wurden. Sie galten meist liberalen, säkularen Parteien, die Militäroffensiven gegen die islamistischen Taliban unterstützt hatten.

Die Wahl gilt als historische Wegmarke in der Geschichte des asiatischen Landes: Erstmals kann es zu einem demokratischen Machttransfer von einer zivilen Regierung auf die nächste kommen, seit Pakistan 1947 seine Unabhängigkeit von Großbritannien erlangt hat. Oft hatte in der Vergangenheit das mächtige Militär geputscht. Auch aktuell ist die Armee ein wichtiger politischer Machtfaktor im Hintergrund.

AP

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