+
Blumen und Kerzen liegen auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Der Tunesier Amri steuerte am 19. Dezember 2016 einen gestohlenen Lkw auf den Weihnachtsmarkt und tötete dabei zwölf Menschen. Foto. Rainer Jensen Foto: Rainer Jensen

Gefährliche Islamisten

Sicherheitsbehörden stufen 548 Personen als "Gefährder" ein

Berlin (dpa) - Knapp die Hälfte der derzeit 548 von den Sicherheitsbehörden in Deutschland als sogenannte Gefährder eingestuften Islamisten hat keinen deutschen Pass. Experten gehen allerdings davon aus, dass sich nicht alle dieser 224 ausländischen "Gefährder" derzeit in Deutschland aufhalten.

Das teilte das Bundesinnenministerium auf Anfrage der "Welt am Sonntag" und der Deutschen Presse-Agentur mit. "Bei 62 Gefährdern wurde der Asylantrag abgelehnt", heißt es in der Mitteilung weiter. Unklar sei, in wie vielen Fällen die eigentlich erforderliche Abschiebung derzeit nicht möglich sei, unter anderem wegen fehlender Ausweise.

Auch der Berliner Attentäter Anis Amri war als "Gefährder" eingestuft worden. Der Tunesier hätte als abgelehnter Asylbewerber abgeschoben werden sollen. Dies war nicht möglich, da nötige Papiere aus dem nordafrikanischen Land fehlten.

Den derzeit insgesamt 548 Personen aus der Islamisten-Szene, die die Sicherheitsbehörden in Deutschland als "Gefährder" einstufen (Stand 30. Dezember 2016), trauen Polizei und Geheimdienste zu, dass sie "politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen". Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) sitzen über 80 von ihnen in Haft.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nordkorea wertet Trump-Worte als "Kriegserklärung"
Zuletzt wurde der Krieg der Worte zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un immer schärfer. Inzwischen erkennt Nordkoreas …
Nordkorea wertet Trump-Worte als "Kriegserklärung"
Jamaika-Koalition steigt über Nacht in der Gunst der Deutschen
Hat die Jamaika-Koalition eine Chance? Die CSU beißt sich an der Obergrenze fest - und die Grünen wollen einen Partei-Linken verhandeln lassen. Alle News im Ticker.
Jamaika-Koalition steigt über Nacht in der Gunst der Deutschen
AfD-Plakat aufgehängt? Polizist droht Ärger
Hat ein Bundespolizist seine Kompetenzen überschritten? Im Internet kursieren Bilder, die den Mann in Arbeitskleidung beim Aufhängen eines Wahlplakats zeigen. Das könnte …
AfD-Plakat aufgehängt? Polizist droht Ärger
Kushner nutzte Privat-Email für Regierungssachen
Im Wahlkampf haben die Republikaner Hillary Clinton vorgewurfen, eine private Email-Adresse für Regierungssachen zu verwenden. Jetzt soll Jared Kushner, der …
Kushner nutzte Privat-Email für Regierungssachen

Kommentare