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Sigi Hagl will Chefin der Bayern-Grünen werden

Nach Schopper-Rückzug

Sigi Hagl will Chefin der Bayern-Grünen werden

München - Kaum hat die Grünen-Landesvorsitzende Theresa Schopper ihren Rückzug erklärt, schon meldet sich die potenzielle Nachfolgerin Sigi Hagl. Die Grünen-Landtagsfraktion dagegen pflegt vornehme Zurückhaltung.

Bei den bayerischen Grünen will eine 46 Jahre alte Niederbayerin Nachfolgerin der scheidenden Landesvorsitzenden Theresa Schopper werden. Sie werde beim nächsten Landesparteitag im November antreten, sagte Sigi Hagl am Montag am Rande der Grünen-Klausur in Fürstenfeldbruck. Die Landshuter Stadträtin ist derzeit als Beisitzerin Mitglied im Grünen-Landesvorstand, aber auf landespolitischer Ebene bisher wenig in Erscheinung getreten. Grünen-intern ist die alleinerziehende Mutter zweier Kinder bekannt und beliebt. Auf dem Landesparteitag 2012 war sie mit 95 Prozent Zustimmung gewählt worden - für Grünen-Verhältnisse ein sensationell hohes Wahlergebnis.

Die bisherige Landesvorsitzende Theresa Schopper hatte am Wochenende nach zehn Jahren ihren Rückzug angekündigt. Ihre Nachfolge ist aber nicht Hauptthema der Grünen-Klausur. Im Vordergrund stehen bei dem Treffen in dem ehemaligen Barockkloster Fürstenfeld zwei Dinge: die Fehlersuche nach den schlechten Ergebnissen bei Land- und Bundestagswahl und die Wahl der neuen Fraktionsspitze, die für Dienstag geplant ist.

Diese Politiker treten vorerst aus dem Rampenlicht

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Grünen-intern umstritten ist, ob nur der negative Bundestrend den Grünen in Bayern die Wahlergebnisse verhagelte oder ob hausgemachte Fehler eine Rolle spielten. Vor dem Treffen gab es Spannungen insbesondere zwischen dem zweiten Landesvorsitzenden Dieter Janecek und der Fraktionschefin Margarete Bause. Janecek hatte argumentiert, dass es Fehler auch in der bayerischen Wahlkampfführung in Bayern gegeben habe und deswegen inhaltliche und personelle Konsequenzen an der Spitze der Landtagsfraktion gefordert. Das wurde parteiintern als Kritik an Bause gewertet und kam bei vielen Grünen nicht gut an - insbesondere weil Janecek und der Landesvorstand für die Landtagswahlkampagne mitverantwortlich zeichneten.

Bei der Diskussion am Montag jedoch gab es nach Teilnehmerangaben zwar Kritik, aber keine persönlichen Abrechnungen - weder wurde Janecek scharf angegriffen noch Bause. Als Konsens schält sich jedoch heraus, dass die Grünen sich auch in Bayern von der SPD lösen und auf „Grün pur“ ohne Anbindung an die SPD - oder die CSU - setzen wollen. Die meisten der 18 Abgeordneten glauben, dass falsche Themensetzung und Fehler der Berliner Parteispitze den Ausschlag gaben - wie die Steuererhöhungsdiskussion und die Pädophilie-Debatte.

Unklar war am Montag nach wie vor, wie die Fraktionsspitze künftig aussehen wird. Bause will als Vorsitzende wieder antreten. Daneben gibt es noch mehrere Interessenten, die aber keine offiziellen Kandidaturen erklärt hatten. So überlegt die Finanzpolitikerin Claudia Stamm, ob sie gegen Bause antreten soll. Noch keinen offiziellen Bewerber gibt es für den Posten des zweiten Fraktionsvorsitzenden. Ein Interessent ist der Landsberger Energieexperte Ludwig Hartmann, ein weiterer der Bildungspolitiker Thomas Gehring.

lby

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