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SPD-Chef Sigmar Gabriel.

„Sigmar Gabriel kann Kanzler“

Profitiert die SPD vom Absturz der Union?

München - SPD versucht, aus dem dauerhaften Umfrage-Tief herauszukommen. Der Moment scheint günstig.

Die SPD bemüht sich, aus der Schwäche von Union und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Kapital zu schlagen. Nachdem bereits Parteichef Sigmar Gabriel Ambitionen auf eine Kanzlerkandidatur signalisierte, erhebt nun auch Markus Rinderspacher, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, einen Machtanspruch. „Sigmar Gabriel kann Kanzler“, schreibt Rinderspacher in einem kurzen Positionspapier, das unserer Zeitung vorliegt. „Er erhebt völlig zurecht den Anspruch, die SPD wieder zur zentralen politischen Kraft in Deutschland zu machen, zur Kanzlerpartei. Dieser Anspruch ist dann realistisch, wenn er mit einer politischen Positionierung einhergeht, die von der Mitte aus weit in die Gesellschaft hineinreicht.“

Die Genossen versuchen damit, aus den dauerhaft schwachen Umfragezahlen herauszukommen. Bislang konnten sie nicht vom Absturz der Union profitieren. Im Dezember soll Gabriel auf dem Parteitag wiedergewählt werden. Nach Informationen unserer Zeitung will dort auch die Bayern-SPD ihre Position innerhalb der Bundespartei stärken. Generalsekretärin Natascha Kohnen, zuletzt viel in anderen Landesverbänden unterwegs, bewirbt sich für ein Amt im Bundesvorstand. 

mik

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