Ein Auto hält bei der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2020 vor dem Bayerischen Hof an.
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Münchner Sicherheitskonferenz: Solche Bilder wird es 2021 wohl nicht geben (Archivbild)

Corona ist schuld

Keine Münchner Siko in 2021 - Sprecher bestätigt das Aus

  • Cindy Boden
    VonCindy Boden
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Wegen Corona konnte die Münchner Sicherheitskonferenz im Februar nicht wie gewohnt stattfinden. Ein Ausweichtermin für 2021 ist nun vom Tisch.

Update vom 5. Mai, 16.15 Uhr: Im Februar 2021 konnte wegen Corona die Münchner Sicherheitskonferenz (Siko) nicht wie sonst als Präsenzveranstaltung stattfinden. Es fand ein virtuelles Sonderformat statt, doch die Veranstalter suchten für 2021 noch einen Ausweichtermin. Diese Pläne sind nun passé. Siko-Sprecher Christian Thiels bestätigte Merkur.de: „Wir haben diverse Optionen untersucht, sind aber nach der Abwägung aller Rahmenbedingungen und mit Blick auf die Pandemieentwicklung zur Entscheidung gelangt, diese Pläne nicht weiter zu verfolgen.“ Eine richtige Münchner Sicherheitskonferenz findet damit 2021 nicht statt.

„Diese Entscheidung ist uns dennoch nicht leicht gefallen, sind wir doch überzeugt, dass der persönliche Austausch für die Stärkung des globalen Dialoges gerade in Zeiten besonderer Herausforderungen für die Weltgemeinschaft von größter Bedeutung ist“, sagte Thiels weiter. Und er macht eine Ankündigung: „Um den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, planen wir deshalb eine ganz Reihe von kleineren, teils virtuellen, teils hybriden Veranstaltungen in diesem Jahr, die sich selbstverständlich in Gestaltung und Umfang ebenfalls an der Pandemielage orientieren werden.“

Münchner Sicherheitskonferenz findet 2021 nicht statt - „Das Risiko ist uns zu groß“

Erstmeldung vom 5. Mai: München - Eine normale Münchner Sicherheitskonferenz (Siko) konnte in diesem Jahr nicht wie gewohnt im Februar stattfinden. Stattdessen waren hochkarätige Gäste wie US-Präsident Joe Biden zu einer Sonderausgabe zugeschaltet. Der eigentliche Präsenz-Siko sollte verschoben werden - auch um den gewohnte Gelegenheit zum Austausch im kleinen Kreise zu erhalten. Doch nun scheint das Aus final.

Mit den Worten „das Risiko ist uns zu groß. Niemand kann voraussagen, wie sich die Corona-Lage entwickelt. Da ist eine physische Konferenz nicht möglich“, zitierte bild.de am Mittwochnachmittag Siko-Sprecher Christian Thiels. 2021 wird damit also ohne Sicherheitskonferenz im gewohnten Rahmen vorübergehen. Eine virtuelle Konferenz als Ersatz entspreche nicht dem „gewohnten Anspruch“, schreibt bild.de weiter. Auf der offiziellen Seite war zunächst noch nichts von der Entscheidung zu lesen. Eine Anfrage von Merkur.de blieb zunächst unbeantwortet.

Münchner Siko: Coronavirus macht internationalem Event Strich durch die Rechnung

Damit macht das Coronavirus* wieder einer Traditionsveranstaltung einen Strich durch die Rechnung. Die 57. Münchner Sicherheitskonferenz wird ein anderes Mal stattfinden müssen. Denn zu dem internationalen Treffen erscheinen regelmäßig hochrangige Gäste aus der ganzen Welt. In der Pandemie wird auf Reisen jedoch weitestgehend verzichtet. Noch sind die Corona-Zahlen weltweit zu hoch, Mutationen sorgen etwa in Indien für große Probleme*.

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sagte bereits Anfang des Jahres zu der damaligen Verschiebung: „Angesichts der aktuellen globalen Bedrohungen und Herausforderungen für die internationale Sicherheit und Stabilität liegt es auf der Hand, dass die MSC so früh wie möglich im Jahr eine Plattform für den informellen Austausch zwischen internationalen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern bieten muss.“ So ist es auf der Webseite der Veranstaltung nachzulesen.

Münchner Sicherheitskonferenz 2021: Sonderformat im Februar mit Merkel und Biden

Im Februar verfolgten dennoch viele gespannt die Auftritte des Sonderformats „MSC Special Edition“, da viele Regierungschefs zugeschaltet waren, darunter Kanzlerin Angela Merkel* (CDU) und der US-Präsident Joe Biden. Er sang damals ein Loblied auf die Kraft internationaler Kooperation. Ganz andere Töne als von seinem Vorgänger Donald Trump. (cibo) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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