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Wolfgang Ischinger, der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz. 

Unsicherheit in der Außenpolitik

Siko-Chef rät Trump vom Twittern ab

Berlin - Das ständige Twittern von US-Präsident Donald Trump ist jetzt auf schwere Kritik von Wolfgang Ischinger, dem Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, gestoßen. Der beklagt außerdem Unsicherheit in der US-Außenpolitik. 

„Wer so pöbelt wie dieser Präsident das gegenüber Medien, Justiz und eigenen Geheimdiensten tut, der schadet seiner eigenen Berechenbarkeit und seinem Team“, sagte Ischinger der „Bild“-Zeitung (Donnerstag). „Hören sie auf zu twittern, Mr. President“, riet er Trump.

Ischinger beklagte zudem, dass der neue US-Präsident „maximale Unsicherheit“ in die Außenpolitik gebracht habe. „Trump muss eine Linie finden und auf ihr bleiben“, so Ischinger. Zudem übte der Ex-Diplomat Kritik an den Mitarbeitern in Trumps Stab. Das höchste Gut in der Außenpolitik seien Vertrauen und Berechenbarkeit. „Wenn eine Persönlichkeit wie der US-Präsident sich mit Personen umgibt, die das stärken, ist das die halbe Miete“, sagte Ischinger. „Wenn man sich aber mit Personen umgibt, deren Auftreten mehr Fragen als Antworten geben, dann gehen Berechenbarkeit und Vertrauen verloren.“

dpa

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