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Mit einem Großeinsatz hatte die Polizei in der Neujahrsnacht ähnliche Ereignisse wie im Jahr zuvor verhindert.

Am Kölner Hauptbahnhof

Laut Umfrage: Mehrheit hält Silvestereinsatz für angemessen

Köln - Das Vorgehen der Kölner Polizei in der zurückliegenden Silvesternacht stößt bei einer großen Mehrheit der Deutschen auf Zustimmung.

In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Institus Forsa für den Sender RTL schätzten mit 79 Prozent knapp vier Fünftel der Befragten den Einsatz der Polizei in der Domstadt als angemessen ein. Gegenteiliger Meinung waren demnach lediglich 13 Prozent.

Für die repräsentative Erhebung hatte Forsa am Montag 504 Menschen befragt. Die Polizei hatte in der Nacht zum 1. Januar in Köln unter anderem hunderte vorwiegend aus Nordafrika stammende Männer gestoppt, die nach Einschätzung der Einsatzkräfte aggressiv aufgetreten waren. Es sei mit Übergriffen wie in der vorangegangen Silvesternacht zu rechnen gewesen, hieß es zur Begründung. An dem Einsatz hatte sich eine Debatte darüber entzündet, ob das Vorgehen überzogen oder womöglich rassistisch war.

Die Kölner Polizei hatte am Silvesterabend bei Twitter geschrieben: „Am HBF werden derzeit mehrere Hundert Nafris überprüft. Infos folgen.“ „Nafri“ wird im Polizeijargon intern für „nordafrikanische Intensivtäter“ verwendet. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, dies sei „keine offizielle Sprachregelung oder ein offizieller Begriff, den wir verwenden würden“. Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies hatte zuvor bereits eingeräumt, das Wort sei „sehr unglücklich verwendet hier in der Situation“.

Für den Einsatz der Polizei in der Neujahrsnacht gab es aus der Politik auch viele lobende Worte.

AFP/dpa

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