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Die Bundesvorsitzende der Grünen, Simone Peter, war am vergangenen Sonntag zu Gast bei Anne Will. 

Nach „Nafri“-Eklat

Simone Peter bei Anne Will: „Sollte mundtot gemacht werden“

Berlin - Die erste Talkrunde bei Anne Will nach der Weihnachtspause gerät zum hektischen Durcheinander - mittendrin: Grünen-Politikerin Simone Peter, die nach der Nafri-Debatte in der Kritik steht. 

Mit Spannung war der Auftritt der Grünen-Politikerin Simone Peter bei Talkmasterin Anne Will erwartet worden. Würde sich die Bundesvorsitzende für ihre öffentliche Polizei-Kritik an Silvester entschuldigen? 

Zur Erinnerung: Die 51-Jährige hatte die Beamten für ihre Personenkontrolle an hauptsächlich nordafrikanisch aussehenden Menschen und den Gebrauch des Begriffs „Nafri“ in der Neujahrsnacht stark kritisiert. Nur wenige Tage danach hatte Peter bei ihrer Bewertung des Kölner Polizeieinsatzes in der Silvesternacht Fehler eingeräumt und meinte, ihre Reaktion sei zu voreilig gewesen

Peter: „Ich hätte ein paar Tage warten sollen“

Wer nach dem dramatischen Tatort gedacht hatte, den Fernsehabend mit der ersten Talkrunde bei Anne Will nach der Weihnachtspause langsam und leise ausklingen zu lassen, der sah sich getäuscht. Bereits das Thema „Bürger verunsichert – Wie umgehen mit kriminellen Zuwanderer?“ versprach eine hitzige Gesprächsrunde. 

Von Beginn an steht Peter im Fokus - zunächst bleibt sie bei ihrem Standpunkt, eine generelle Deklarierung von nordafrikanisch aussehenden Menschen „sei keine hilfreiche Maßnahme“. 

Studio-Gast Edmund Stoiber wartet nicht lange, um seinen Standpunkt klar zu machen. „Jahrzehnte lang haben wir gehört: Der Staat darf nicht mehr Macht bekommen. Polizisten wurden diffamiert. Jetzt hat die Zuwanderung noch zusätzliche Kriminalität gebracht.“ 

Stoiber: „Warum sind die denn alle in Deutschland?“ 

Weiter schimpft der frühere Ministerpräsident Bayerns über die Flüchtlingssituation: „Warum sind die denn alle in Deutschland, woher kommen die eigentlich.“ Am Ende seiner schier endlos erscheinenden Satzgebilde macht sich der 75-Jährige für mehr Sicherheit stark. Seine Forderung: „Da brauchen wir auch die Bundeswehr im Innern.“

Zwischenzeitlich hatte es den Anschein, die politische Gesprächsrunde in Berlin sei vielmehr ein hitziges und nicht enden wollendes Geschrei auf einem Marktplatz. 

Peter: „Sollte mundtot gemacht werden“

Als hätte die hektisch anmutende Talkrunde noch ein passendes Ende finden müssen, rückt Grünen-Politikerin Peter schließlich tatsächlich noch mit einer Entschuldigung raus: „Ich hätte ein paar Tage warten sollen, dann hätte ich mit anderen Fakten anderes reagiert“, erklärt sie. 

Die Grünen-Politikerin kann ihr Eingeständnis jedoch nicht einfach so stehen lassen. Rasch fügt sie an, nach dem Shitstorm stieg in ihr der „Verdacht auf, da solle man vielleicht mundtot gemacht werden.“ Das Gesicht von Talkmasterin Anne Will sprach Bände - die erste Sendung nach der Winterpause hatte sie sich wohl anders vorgestellt. 

kus

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