+
Die Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Simone Peter und Cem Özdemir, freuen sich über ihre Wiederwahl am 21.11.2015 in Halle/Saale beim Bundesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen.

Grünen-Parteitag

Peter und Özdemir als Parteichefs wiedergewählt

Halle - Simone Peter und Cem Özdemir bleiben für zwei weitere Jahre Parteivorsitzende der Grünen. Auf dem Bundesparteitag am Samstag mit mehr als 700 Delegierten wurde das Spitzenduo im Amt bestätigt.

Peter wurde mit 68 Prozent der abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Das ist weit weniger als vor zwei Jahren, als die Grünen-Spitze nach der Schlappe bei der Bundestagswahl 2013 komplett neu gewählt gewählt wurde. Damals erhielt die Partei-Linke noch 75,9 Prozent der Stimmen - aber ohne Gegenkandidatin.

Özdemir als Vertreter des „Realo-Flügels“ wurde das vierte Mal im Amt bestätigt. Er erhielt 76,9 Prozent der Stimmen und schnitt damit besser ab als 2013. Damals waren es 71,4 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das erste Mal war Özdemir 2008 zum Grünen-Chef gewählt worden - damals mit Claudia Roth.

Gegen Peter und Özdemir, beide 49 Jahre alt, war jeweils nur ein Zählkandidat angetreten, ihre Wiederwahl galt daher als sicher. Vom Wahlergebnis dürfte aber abhängen, ob sie sich um die Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl 2017 bewerben werden.

Am Abend sollte auf dem Parteitag in Halle der Parteirat - ein Gremium führender Bundes- und Landespolitiker - neu gewählt werden. Interessant wird, wie dabei die Bewerber für die Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl 2017 abschneiden: die Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter sowie Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck. Ihre Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl ermitteln die Grünen per Urwahl im Herbst 2016.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sexistische Gesänge auf Parteifest: Linken-Politikerin Lay erhebt schwere Vorwürfe
Unter dem Schlagwort #MeToo berichten derzeit zehntausende Frauen über sexuelle Übergriffe. Die Linken-Politikerin Caren Lay schildert einen krassen Fall in ihrer …
Sexistische Gesänge auf Parteifest: Linken-Politikerin Lay erhebt schwere Vorwürfe
Dieser TV-Spot könnte das Ende der Ära Trump bedeuten
Ein schwer reicher Geschäftsmann will Donald Trump nun über die Medien zu Fall bringen: Mit Hilfe von TV-Spots und einer Petition.
Dieser TV-Spot könnte das Ende der Ära Trump bedeuten
Militärbündnis erklärt komplette Befreiung von Al-Rakka
Nach Mossul im Irak nun der Verlust von Al-Rakka in Syrien: Der IS verliert immer deutlicher an Boden. Aber auch der Fall seiner letzten großen Bastion heißt noch nicht, …
Militärbündnis erklärt komplette Befreiung von Al-Rakka
Selbstmordanschläge auf Moscheen in Afghanistan: Mindestens 47 Tote
Die Gewalt in Afghanistan lässt nicht nach: Diesmal sterben bei Anschlägen auf zwei Moscheen viele Gläubige, die zu Abendgebeten gekommen waren.
Selbstmordanschläge auf Moscheen in Afghanistan: Mindestens 47 Tote

Kommentare