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Homer und Marge Simpson mit Hund: Wahlentscheidung im Ehebett

US-Kult-Serie "Die Simpsons"

Marge und Homer: Wahlempfehlung aus dem Ehebett

New York - Die Kandidaten stehen fest, der US-Wahlkampf läuft auf Hochtouren - und ganz Amerika fragt sich: wen sollen wir wählen? Die wohl berühmteste Familie der USA bezieht dazu nun auf gewohnt schrullige Art Position.

Eine Wahlempfehlung der besonderen Art bekommen die Zuschauer der US-amerikanischen Kultserie "The Simpsons" zu sehen. Nachdem die Spitzenkandidaten der Demokraten und Republikaner inzwischen feststehen, melden sich die Zeichner mit einem Video aus der Sommerpause zurück - und mit einem Statement, wie es deutlicher nicht sein könnte.

Die politische Debatte verlagern die Simpsons-Autoren vom Frühstückstisch ins Ehebett. Marge und Homer, die Eltern der Zeichentrick-Familie, wälzen sich gemeinsam im Bett, sind kurz davor miteinander zu schlafen. Da sagt Marge plötzlich: "Ich kann nicht" und ergänzt: "Ich kann nicht, bevor ich nicht entschieden habe, wen ich wählen soll." Sie fragt Homer, wen er wähle, woraufhin dieser gleich zur Fernbedienung greift.

Im TV der Simpsons läuft eine Wahlwerbung. Eine Stimme fragt: "Wen willst du am anderen Ende der Leitung haben, wenn nachts das rote Telefon (Anm.d.Red.: das "rote Telefon" bezeichnet seit dem Kalten Krieg die direkte Verbindung zu einem Verantwortlichen) klingelt?" In dem TV-Spot, den sich die Simpsons ansehen, werden zwei Szenarien gezeigt:

Szenario 1: Das rote Telefon läutet bei den Clintons. Hillary Clinton, die Kandidatin der Demokraten, muss gerade noch von ihrem Ehemann Bill geweckt werden und diesen in die Schranken weisen. Schließlich sei nun sie Präsidentin der Vereinigten Staaten, und nicht mehr er.

Donald Trump: "Ich twittere gerade"

Szenario 2: Das rote Telefon klingelt nun bei dem Republikaner Donald Trump. Dieser sitzt in einem goldenen Bett zwischen dicken Kissen, neben sich ein Buch mit dem Titel: Große Reden, Adolf Hitler. Anstatt den dringlichen Anruf entgegen zu nehmen, verfasst Trump gerade einen bösen Tweet über eine politische Gegnerin - und drückt den Anrufer sogleich weg. "Schreibt meinen Namen auf das Lincoln Memorial", befiehlt er.

Es klingelt noch einmal, Trump nimmt den Hörer ab und verspricht, gleich da zu sein. Dann lässt er sich aber stundenlang von einem Team zurechtschminken, -spritzen und -sprühen. Schließlich fehlt noch seine Frisur: Dafür setzt er sich einen kleinen Hund auf den kahlen Kopf. Er ist endlich bereit, aber da ist es schon zu spät: Chinas Flotte ist auf dem Vormarsch. Verzweifelt ordnet er an: "Baut eine Mauer! Im Meer, natürlich.

Liebe und Politik: Homer wird zum Demokraten

Die Wahlwerbung ist eine Anspielung auf einen Spot, den Hillary Clinton 2008 im Wahlkampf gegen ihren damaligen Konkurrenten Barack Obama, produzierte. Darin präsentiert sie sich als souveräne, erfahrene Politikerin, die in Krisensituationen gut reagiere. Wohingegen ihr unerfahrener Konkurrent Barack Obama das Land nicht schützen könne. Die Empfehlung der Simpsons-Macher, die Donald Trump als ignoranten und komischen Alleinherrscher inszenieren, ist also mehr als klar. 

Zurück im Ehebett der Simpsons. Der TV-Spot ist inzwischen zu Ende und Homer Simpson noch etwas durch den Wind. "Ich stimme für...Trump. Richtig?", fragt er seine Frau Marge. Doch diese antwortet: „Wenn dem so ist, frage ich mich, ob ich jemals wieder mit dir zusammen sein kann". Der drohende Liebesentzug stimmt Homer schließlich um, sodass er verkündet: „Und so wurde ich zum Demokraten“.

ae/dpa

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