Das Morden geht weiter

Sinai-Halbinsel: Vier Kinder bei Mörserangriff getötet

Al-Dschura - Die Sinai-Halbinsel gilt als Hochburg radikaler Islamisten. Bei einem Angriff, der vermutlich auf das Militär gemünzt war, starben vier Kinder.

Bei einem Mörserangriff auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind am Samstag vier Kinder getötet worden. Der Angriff in der Stadt Al-Dschura im Norden der Halbinsel habe sich offenbar eigentlich gegen Soldaten gerichtet, sagten Vertreter der Sicherheitskräfte. Während des Angriffs, bei dem auch vier Menschen verletzt wurden, durchsuchten Soldaten und Polizisten gerade Häuser in der als Islamisten-Hochburg geltenden Gegend. Am Vorabend waren zwei ranghohe Offiziere auf dem Nachhauseweg ermordet worden.

Das Militär teilte am Samstag mit, es habe bei mehreren Einsätzen gegen die Aufständischen am Freitag zwölf Kämpfer getötet. Der Norden der Sinai-Halbinsel gilt als Hochburg radikaler Islamisten, die seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 ihre Angriffe auf die Sicherheitskräfte verstärkt haben. Sie wollen damit Vergeltung üben für die blutige Niederschlagung der Proteste der islamistischen Muslimbruderschaft gegen den Sturz Mursis.

In den vergangenen zwölf Monaten wurden bei Angriffen und Anschlägen der Islamisten laut der Regierung landesweit mehr als 500 Soldaten und Polizisten getötet. Zumeist richten sich die Angriffe gegen Behörden oder Sicherheitskräfte, aber es werden dabei auch immer wieder Zivilisten getötet. Zuletzt gingen die Angriffe etwas zurück, da mehrere Anführer der Extremisten gefasst oder getötet wurden. Doch ist es Kairo bisher nicht gelungen, die unzugängliche und dünnbesiedelte Sinai-Halbinsel unter Kontrolle zu bringen.

AFP

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