+
Menschen gehen in München entlang der Mauer des Asylbewerberheims in der Bayernkaserne.

Widerstand gegen Pläne der GroKo

„Sind keine Lagerwächter“: Polizei wehrt sich gegen Einsatz in Asylzentren

Die Große Koalition sieht die Einrichtung von Asyl- und Ausreisezentren für Flüchtlinge vor. Kontrolliert sollen sie nach Willen der CSU von der Bundespolizei - doch es gibt Protest.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat sich gegen einen Einsatz der Bundespolizei zur Sicherung der im Koalitionsvertrag vorgesehenen Asyl- und Ausreisezentren ausgesprochen. "Das gehört nicht zu unseren Aufgaben, wir sind keine Lagerwächter", sagte GdP-Vize Jörg Radek der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag. "Wir haben schon jetzt nicht genügend Personal, um unsere eigentliche Hauptaufgabe, den Grenzschutz, zu bewerkstelligen", bemängelte er.

Rund um die Uhr informiert: Alle Nachrichten zur Regierungsbildung lesen Sie in unserem News-Ticker

Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, "Aufnahme-, Entscheidungs- und Rückführungseinrichtungen" für neue Asylbewerber zu schaffen. Laut dem Zeitungsbericht forderte die CSU bereits mehrfach, dass die Bundespolizei die Kontrolle dieser Zentren übernehmen soll. Die CSU würde in einer neuen großen Koalition das Innenministerium übernehmen.

Lesen Sie auch: Nochmal vier Jahre: Merkel will Kanzlerschaft nicht vorzeitig beenden

Die Stärkung der Polizei, auf die sich Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag geeinigt hatten, fülle nur die bestehenden Personallücken, sagte Radek weiter. Kämen jetzt noch zusätzliche Aufgaben hinzu, "wäre überhaupt nichts gewonnen", warnte der GdP-Vize.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Venezuela: Oppositionsführer erklärt sich zum Präsidenten
Der junge Parlamentschef Guaidó wagt den offenen Machtkampf mit Präsident Maduro in Venezuela. Unterstützt wird er von US-Präsident Trump, der Maduro zum Abdanken …
Venezuela: Oppositionsführer erklärt sich zum Präsidenten
Trump darf für Rede nicht ins Abgeordnetenhaus
Das politische Ränkespiel rund um den Shutdown in Washington treibt immer neue Blüten. Derweil müssen 800 000 Menschen zusehen, wie sie sie sich und ihre Familien …
Trump darf für Rede nicht ins Abgeordnetenhaus
Venezuela bricht diplomatische Beziehungen zu USA ab - weil Trump Präsidenten anerkannte?
Oppositionsführer Juan Guaidó erklärte sich zum Übergangspräsidenten Venezuelas. US-Präsident Donald Trump erkannte ihn schon wenige Minuten später an.
Venezuela bricht diplomatische Beziehungen zu USA ab - weil Trump Präsidenten anerkannte?
Trump beharrt auf Rede im Repräsentantenhaus - doch Top-Demokratin sperrt ihn aus
US-Präsident Donald Trump will seine Rede zur Lage der Nation im Repräsentantenhaus halten. Demokratin Nany Pelosi macht nun von ihrem Hausrecht Gebrauch.
Trump beharrt auf Rede im Repräsentantenhaus - doch Top-Demokratin sperrt ihn aus

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion