Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

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Mit autoritärem Führungsstil hatte Lee Singapur in den 50er Jahren in die Unabhängigkeit geführt. Foto: Stephen Morrison/Archiv

Obama würdigt Politiker

Singapurs Staatsgründer Lee gestorben

Singapur/Washington - US-Präsident Barack Obama hat den verstorbenen Staatsgründer Singapurs, Lee Kuan Yew, als "Visionär und bemerkenswerten Mann" gewürdigt. In einer am Sonntagabend vom Weißen Haus verbreiteten Erklärung bedauerte Obama den Tod Lees, den er bei einem Besuch in Singapur 2009 kennengelernt hatte.

"Er war ein wahrer Gigant der Geschichte, an den sich noch künftige Generationen als Vater des modernen Singapurs und als einer der großen Strategen der asiatischen Politik erinnern werden." Außenminister John Kerry erinnerte daran, dass Lee Singapur "zu einem der wohlhabendsten und dynamischsten Staaten der Welt" gemacht habe.

Lee Kuan Yew war im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilte das Büro seines Sohnes, des Ministerpräsidenten Lee Hsien Loong, am Sonntag mit. Lee Kuan Yew war Anfang Februar mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gekommen und wurde zuletzt künstlich beatmet.

Mit autoritärem Führungsstil hatte Lee den kleinen asiatischen Stadtstaat in der Nähe des Äquators in den 50er Jahren in die Unabhängigkeit geführt. Er führte die rückständige Insel an der Südspitze Malaysias innerhalb weniger Jahrzehnte in die Spitzengruppe der Länder mit dem höchsten Lebensstandard der Welt. Die Wolkenkratzer-Metropole mit heute 5,4 Millionen Einwohnern ist eines der weltweit führenden Finanzzentren.

Disziplin war dem Juristen stets wichtiger als Demokratie, wie er selbst sagte. Das Wahlsystem sorgt dafür, dass seine Partei PAP jede Wahl seit der Unabhängigkeit 1965 gewonnen hat. Zuletzt bekam sie 2011 mit 60 Prozent der Stimmen 81 von 87 Sitzen. Die Medien sind kontrolliert. Um Kritiker kümmert sich die Justiz: Lee und andere PAP-Politiker haben mehr als 20 Verleumdungsklagen angestrengt und stets gewonnen. Hohe Schadensersatzurteile machen die Unterlegenen oft bankrott, dann können sie bei Wahlen nicht mehr antreten.

dpa

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