Herrenloses Gepäckstück sorgt für Aufregung: Teile des Hauptbahnhofs abgesperrt

Herrenloses Gepäckstück sorgt für Aufregung: Teile des Hauptbahnhofs abgesperrt
+
Miro Cerar lag bereits bei den Umfragen zu den Wahlen in Slowenien vorne.

Niederlage der Konservativen

Slowenen wählen Newcomer ins Parlament

Ljubljana - Die vorgezogenen Parlamentswahlen im Euroland Slowenien haben dem politisch linken Lager den Sieg und dem rechten eine herbe Wahlschlappe beschert.

Die gerade erst einmal sechs Wochen alte SMC-Partei des Juraprofessors Miro Cerar (50) hat am Sonntag aus dem Stand die Parlamentswahl in Slowenien klar gewonnen. Sie erreichte knapp 35 Prozent der Stimmen, wie die staatliche Wahlkommission in Ljubljana nach Auszählung von 60 Prozent aller Stimmen mitteilte. Seit fast eineinhalb Jahrzehnten hat keine andere Partei ein solches Ergebnis geschafft.

Den zweiten Platz mit über 20 Prozent erreichte erwartungsgemäß die bisher oppositionelle konservative SDS. Ihr Vorsitzender, der zweimalige Regierungschef Janez Jansa (55) sitzt wegen Korruption in Haft. Da sich Jansa als „politischen Gefangenen“ bezeichnet, will seine SDS die Wahl als irregulär anfechten, hieß es in einer ersten Reaktion auf das Ergebnis. Wahlsieger Cerar hatte ebenso wie Jansa eine Koalition dieser beiden größten Parteien ausgeschlossen.

Der politisch in der Mitte angesiedelte Senkrechtstarter könnte damit eine Mitte-Links-Koalition bilden, denn zwei ebenfalls neue Parteien übersprangen die Vier-Prozent-Hürde und sitzen in der neuen Volksvertretung: Die Vereinigte Linke kam nach vorläufigen Ergebnissen auf sechs Prozent und die neue Partei der bisherigen Regierungschefin Alenka Bratusek erreichte 4,5 Prozent der Stimmen. Aus dem linken politischen Lager schafften es auch die Sozialdemokraten mit gut sechs Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung in dem Euro- und Nato-Mitgliedsstaat sank mit 39,2 Prozent der 1,7 Millionen Stimmberechtigten auf einen Minusrekord.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Maas erwartet keinen neuen Wahlkampfstreit mit der Türkei
Wird die türkische Regierung das Wahlkampfverbot für türkische Politiker in Deutschland akzeptieren? Außenminister Maas zeigt sich nach dem ersten Treffen mit seinem …
Maas erwartet keinen neuen Wahlkampfstreit mit der Türkei
Diktator Lukaschenko lobt Merkels Flüchtlingspolitik - aus interessantem Grund 
Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Flüchtlingspolitik gelobt. Humanitäre Gründe sind für seine Meinung jedoch …
Diktator Lukaschenko lobt Merkels Flüchtlingspolitik - aus interessantem Grund 
„Schwerwiegende Vorwürfe“: Riesen-Wirbel um Trumps Leibarzt 
US-Präsident Donald Trump bekommt bei der Besetzung des vakanten Postens des Veteranenministers Gegenwind aus dem Kongress - wegen seines Leibarztes. Der steht unter …
„Schwerwiegende Vorwürfe“: Riesen-Wirbel um Trumps Leibarzt 
Zentralratspräsident: Nicht mit Kippa auf die Straße gehen
Über Antisemitismus wird gerade wieder viel gesprochen. Am Mittwoch wollen Menschen in mehreren Städten ihre Solidarität zeigen. Aus Sicht von Zentralratspräsident …
Zentralratspräsident: Nicht mit Kippa auf die Straße gehen

Kommentare