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Nach dem Rückzug der Kandidatin für die neue EU-Kommission will Slowenien die stellvertretende Ministerpräsidentin Violeta Bulc nach Brüssel schicken.

Kandidatin für EU-Kommission

Slowenien nominiert neu: Bulc statt Bratusek 

Ljubljana - Slowenien hat Violeta Bulc, bisherige Vize-Regierungschefin, neu für das Amt in der EU-Kommission nominiert. Alenka Bratusek war abgelehnt worden.

Slowenien hat die bisherige Vize-Regierungschefin Violeta Bulc als neue Kandidatin für einen Posten in der EU-Kommission nominiert. Das teilte Außenminister Karl Erjavec am Freitag in Ljubljana mit, nachdem die bisherige Kandidatin Alenka Bratusek am Vortag ihre Bewerbung zurückgezogen hatte. Das EU-Parlament hatte Bratusek nach ihrer Anhörung abgelehnt.

Die 50-jährige Bulc hat sich bisher auf der europäischen Bühne noch keinen Namen gemacht. Sie ist einer von mehreren Vize-Regierungschefs und erst seit einem Monat in der Politik, nachdem Ministerpräsident Miro Cerar die Amtsgeschäfte übernahm. Zuvor arbeitete Bulc jahrelang als Unternehmensberaterin bei EU- und Regionalentwicklungsprojekten. Ihre Berufung wurde von der Dreiparteien-Koalition in Slowenien nicht einhellig beschlossen, wie Erjavec sagte.

Der künftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kenne die Politikerin bisher nicht und werde sie Anfang kommender Woche befragen, sagte ein Sprecher des Luxemburgers in Brüssel. Dann will Juncker demnach auch entscheiden, welches Ressort Bulc erhalten soll.

Juncker ändert vielleicht die Ressortverteilung

Die frühere Regierungschefin Bratusek war als Vizepräsidentin der EU-Kommission vorgesehen und sollte sich um die europäische Energieunion kümmern. Möglich ist, dass Juncker nun die Ressortverteilung ändert. Juncker stehe in ständigem Kontakt mit der slowenischen Regierung und dem EU-Parlament, um eine Lösung zu finden, sagte sein Sprecher.

Durch die Ablehnung Bratuseks kann es zu einem verzögerten Arbeitsbeginn der EU-Kommission kommen, der eigentlich für den 1. November vorgesehen ist. Das Risiko bestehe trotz der Nominierung von Bulc weiter, warnte Junckers Sprecher. "Aber wir arbeiten hart, um das Risiko zu verringern."

AFP

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