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Findet er in Deutschland Zuflucht?  Edward Snowden.

Bericht bei Wikileaks

Snowden möchte Asyl in Deutschland

Washington - Der amerikanische Whistleblower Edward Snowden hat nach Angaben der Enthüllungsplattform Wikileaks in Ländern von China über Deutschland bis Venezuela Asyl beantragt.

Die Anträge seien von der Rechtsberaterin von Wikileaks, Sarah Harrison, einem Beamten des russischen Konsulates auf dem Moskauer Flughafen am Sonntag übergeben worden. Einige davon seien den betreffenden Botschaften zugeleitet worden.

In der auf Dienstag datierten Wikilaks-Mitteilung werden als weitere Asylländer neben China, Deutschland und Venezuela Österreich, Bolivien, Brasilien, Kuba, Finnland, Frankreich, Indien, Italien, Irland, die Niederlande, Nicaragua, Norwegen, Polen, Spanien, die Schweiz und Bolivien genannt. Die Angaben von Wikileaks konnten nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.

„Ohne jede rechtliche Anordnung will die Regierung mich daran hindern, mein Grundrecht auszuüben. Ein Recht, das jedem zusteht. Das Recht auf Asyl.“ Damit sollten nicht ihm, sondern „jenen, die nach mir kommen“ Angst gemacht werden. Obama habe Vizepräsident Joe Biden angewiesen, Druck auf Länder auszuüben, bei denen er um Asyl gebeten habe.

Der von den USA wegen Spionage gesuchte Snowden war nach seinen Enthüllungen zunächst nach Hongkong geflohen. Am 23. Juni reiste er nach Moskau weiter. Dort soll er sich zur Zeit im Transitbereich eines der Hauptstadt-Flughäfen aufhalten.

Am Dienstag wurde bekannt, dass Snowden seinen Antrag in Russland zurückgezogen hat. Österreich und Polen lehnen das Gesuch des ehemaligen NSA-Mitarbeiters ab.

AP/dpa

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