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Edward Snowden am 31.10.02013 während eines geheimen Treffen an einem unbekannten Ort in Moskau

Whistleblower

Snowden will offenbar Asyl in Brasilien

Moskau - Im Gegenzug für Enthüllungen zu US-Spionageaktivitäten in Brasilien will der Informant Edward Snowden einem Pressebericht zufolge politisches Asyl in dem südamerikanischen Land beantragen.

Die Zeitung "Folha de São Paulo" druckte am Dienstag einen anscheinend von Snowden verfassten "offenen Brief an das brasilianische Volk", in dem er seine Bereitschaft zur Mithilfe bei den Ermittlungen des Senats kundtut. Die US-Regierung werde sich aber "weiter dagegen stemmen, dass ich rede, bis mir ein Land dauerhaft politisches Asyl gewährt".

Brasilien wird in dem Brief zwar nicht ausdrücklich als Zielland des Computerspezialisten identifiziert, laut "Folha de São Paulo" besteht daran aber kein Zweifel. Die Zeitung beruft sich auf Aussagen des US-Journalisten Glenn Greenwald, der Snowden seit Monaten behilflich ist bei den Enthüllungen zur weltweiten Überwachung der Telefon- und Internetkommunikation durch US-Geheimdienste und deren Verbündete. Greenwald gab umfangreiches Material dazu an brasilianische Medien weiter und lebt selbst mit seinem Partner in Brasilien.

Fünf Fakten rund um Skandal-Enthüller Snowden

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Snowden wird von der US-Justiz per Haftbefehl gesucht und bekam Anfang August für ein Jahr Asyl in Russland gewährt. Laut seiner Darstellung forschte der US-Geheimdienst NSA nicht nur die Kommunikationsdaten von hunderten Millionen Privatpersonen aus, sondern bespitzelte auch Spitzenpolitiker verbündeter Staaten. Unter den Zielen sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die brasilianische Staatschefin Dilma Rousseff gewesen sein.

Snowden lobte in dem Brief die Reaktion Brasiliens auf seine Enthüllungen. Rousseff hatte nach Bekanntwerden vor der UNO die Spionageaktivitäten verurteilt und einen Besuch in Washington abgesagt.

afp

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