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CDU-Politiker Wolfgang Bosbach verabschiedete sich am Donnerstag mit einer emotionalen Rede aus dem Bundestag.

Stichelei und Tränen

So rührend verabschiedet sich Wolfgang Bosbach vom Bundestag

CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hat sich aus dem Bundestag verabschiedet. Eine Stichelei gegen Claudia Roth konnte er sich nicht verkneifen, wurde aber zum Schluss sehr emotional.

Berlin – Jetzt ist es amtlich: CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hat sich wegen seiner Krebserkrankung und Herzproblemen aus der Politik verabschiedet. Bereits im vergangenen August hatte der 64-Jährige angekündigt, nicht noch einmal für den deutschen Bundestag zu kandidieren. Am Donnerstag hielt Bosbach dort nun seine letzte Rede. Dabei stichelte er auch mit einem Augenzwinkern gegen Grünen-Politikerin Claudia Roth. 

Der Vater dreier Kinder bedankte sich „für 23 tolle Jahre“. Es sei „eine tolle Zeit“ gewesen, in der er – auch fraktionsübergreifend – viele nette Menschen kennengelernt habe. 

„Viele werde ich vermissen“, sagte Bosbach. Dann drehte er sich zur Vize-Präsidentin Roth um und sprach sie direkt an: „sogar Claudia Roth“. Wie der Nachrichtensender n-tv berichtet, sagte Bosbach weiter: „Ich habe überlegt, ob wir Zwei mal politisch einer Meinung waren. Ich kann mich im Moment nicht daran erinnern.“„Aber menschlich ist Claudia Roth eine Granate“, meinte der Rheinländer lächelnd. Seit langem hätten die beiden geplant, einmal zusammen ihrer Leidenschaft für Fußball nachzugehen und ein Spiel Köln gegen Augsburg zu besuchen. Bosbach ist Fan des 1.FC Köln, Roth drückt dem FCA die Daumen. 

Bosbach appellierte an alle Kollegen

Einen weiteren Kollegen sprach der CDU-Innenexperte ebenfalls direkt an. Zum SPD-Abgeordneten Burkhard Lischka sagte Bosbach laut n-tv: „Ich weiß nicht, Burkhard, ob ich deine Karriere ruiniere, wenn ich sage, es war ein Vergnügen, mit dir zusammenzuarbeiten.“

Zum Schluss seiner Rede wurde der konservative CDU-Politiker richtig emotional. Bosbach kämpfte sichtlich mit den Tränen, als er den Mitgliedern des Bundestags seinen Wunsch für die Zukunft mit auf den Weg gab: „Bei aller Härte der Auseinandersetzungen im Wahlkampf: Geht immer ordentlich miteinander um! Danke“, schloss er seine Verabschiedung.

Wolfgang Bosbach ist seit 1972 Mitglied der CDU, seit 1994 saß der Rechtsanwalt im deutschen Bundestag. Vor sieben Jahren wurde bei dem Familienvater Prostatakrebs festgestellt, über seine Erkrankung sprach Bosbach offen. 

mh

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