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US-Senator John McCain während seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2017. 

TV-Interview des US-Senators McCain 

„So fangen Diktatoren an“: Gegenwind für Trump aus eigener Partei

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München - Donald Trumps Presse-Schelte schlug weltweit hohe Wellen. Nun mehren sich auch in seiner eigenen Partei die kritischen Stimmen. Senator McCain wird deutlich. 

Nach seinem Twitter-Frontalangriff auf die Presse sieht sich US-Präsident Donald Trump auch innerhalb seiner Partei Kritik ausgesetzt. Der US-amerikanische Senator John McCain - wie Trump auch Mitglied der republikanischen Partei - sagte am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz in einem TV-Interview in Bezug auf Trump, dass in der Vergangenheit Diktatoren mit solchen Äußerungen angefangen hätten. Wörtlich gab er zu Protokoll: „That‘s how dictators get started.“ - Zu Deutsch: „So fangen Diktatoren an.“ 

„Wenn man sich die Geschichte anschaut“, so McCain weiter, „dann haben Diktatoren als erstes die Presse mundtot gemacht. Ich sage nicht, dass Präsident Trump versucht, ein Diktator zu sein. Ich sage nur, dass wir aus der Geschichte lernen müssen.“  

Gleichzeitig betonte der US-Politiker beim US-amerikansichen TV-Sender NBC die enorme Bedeutung der freien - und manchmal eben auch unliebsamen - Berichterstattung. Diese sei unverzichtbar für das Erhalten von Demokratie und individuellen Freiheiten. 

Trump bezeichnete Medien als „Feinde des amerikanischen Volkes“ 

McCain bezog sich in seiner Kritik auf einen Tweet des US-Präsidenten vom 18. Februar, in dem Trump die Medien nicht als „mein Feind“, sondern als „Feind des amerikanischen Volkes“ bezeichnete. Dieser vielerorts als befremdlich empfundenen Darstellung wollte auch Trumps neuer Verteidigu ngsminister James Matthis nicht folgen. Zwar habe auch er strittige Zeiten mit den Medien gehabt - die Presse sei für ihn jedoch ein Gegenüber, „mit dem wir umgehen. Ich persönlich habe keine Probleme mit der Presse."

Es war bei weitem nicht die einzige Presseschelte, die Trump in den letzten Tagen an die Öffentlichkeit sendete; nahezu jede seiner Reden ist von Medienkritik durchzogen. Zuletzt sprach er bei einer Kundgebung vor Tausenden Anhängern in Melbourne (Florida) von „unehrlichen“ Medien, die „ein großer Teil des Problems“ geworden seien. Dass er es mit der Ehrlichkeit selbst nicht so hält, wurde auf eben jener Kundgebung aber auch deutlich: Mit einer nicht näher definierten Aussage zu „Vorfällen“ in Schweden hat er nicht nur bei politischen Partnern, sondern auch bei der Netzgemeinde für kollektives Kopfschütteln gesorgt. I n einer denkwürdigen, 77 Minuten dauernden Pressekonferenz lieferte er sich zudem immer wieder Wortgefechte mit Journalisten.

lpr mit dpa 

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