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Angela Merkel wird wahrscheinlich erneut als Kanzlerin kandidieren.

Werben um „Modernisierungsverlierer“

So will die CDU gegen die Populisten punkten

Berlin - Die CDU will jene Wähler zurückholen, die sich selbst als „Modernisierungverlierer“ sehen und von den etablierten Parteien abgewandt haben. Das soll oberstes Ziel im Wahlkampf sein.

Im Entwurf für den Leitantrag, der beim Parteitag Anfang Dezember beschlossen werden soll, sprechen die Christdemokraten ausdrücklich jene Bürger an, "die sich als Modernisierungsverlierer sehen und derzeit noch bei populistischen Parteien von rechts und links ihre Zuflucht suchen".

Internes Papier verrät Strategie

Angesichts der Umwälzungen durch die Globalisierung, der Krisen an den Rändern Europas und der Flüchtlingsbewegungen seien die Menschen zunehmend besorgt. "In dieser Situation haben scheinbar 'einfache' Lösungen in vielen Ländern Konjunktur. Populismus, Abschottung nach außen, Protektionismus und die Spaltung der eigenen Gesellschaft sind aber keine Antworten auf die drängenden Probleme von Gegenwart und Zukunft", heißt es in dem Antragsentwurf, der der Nachrichtenagentur AFP am Samstag vorlag.

Präsidium und Vorstand der CDU wollen bei einer Klausurtagung am Sonntag und Montag in Berlin über das Papier beraten. Erwartet wird auch, dass CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Entscheidung bekannt gibt, dass sie im kommenden Jahr zum vierten Mal als Kanzlerkandidatin antritt. Am Sonntag gibt Merkel um 19.00 Uhr eine Pressekonferenz.

Kaum Zweifel an Merkels Kandidatur

Mehrere Spitzenpolitiker der CDU hatten in den vergangenen Wochen kaum einen Zweifel an einer erneuten Kandidatur Merkels gelassen. "Es weiß inzwischen jeder, dass sie wieder kandidieren wird", sagte der CDU-Europapolitiker Elmar Brok der "Rhein-Neckar-Zeitung". "Es gibt keinen anderen Kandidaten und keine andere Kandidatin." Außerdem sei "eine starke Angela Merkel" für ganz Europa von großer Bedeutung.

afp

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