CSU-Bezirksparteitag

Söder wirft Grünen „Attitüde moralischer Gerechtigkeit“ vor – auch Aiwanger kriegt Fett weg

  • Anna-Katharina Ahnefeld
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Auf dem CSU-Bezirksparteitag hat Markus Söder gegen die Grünen und Baerbock geschossen. Auch sein Vize Aiwanger kam nicht gut weg.

Unterhaching – In einer Rede auf dem Bezirksparteitag der Oberbayern-CSU hat Markus Söder (CSU) Vorwürfe gegen die Grünen erhoben. Deren Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock stand unter anderem im Zentrum seiner Kritik. „Wer ständig anderen Vorschriften macht, könnte wenigstens seinen eigenen Lebenslauf gut organisieren“, sagte Söder am Samstag. Weiter äußerte er seine Ansicht, die Grünen und Baerbock würden ihren eigenen moralischen Ansprüchen nicht gerecht werden.

Söder wirft Grünen „Attitüde moralischer Gerechtigkeit“ vor

Die „ständige moralische Besserwisserei“ der Partei beginne die Menschen zu nerven, gab sich der bayerische Ministerpräsident überzeugt. „Die Grünen laufen mit dermaßen hohen moralischen Bugwellen durchs Land und mit einer selbsternannten Attitüde moralischer Gerechtigkeit“, sagte er. Und fügte hinzu: „Wer andere ständig belehrt, muss auch selber genau die gleichen Maßstäbe einhalten, und das können die Grünen nicht.“

Söder in Angriffslaune: Auch Aiwanger kriegt Fett weg

Doch Baerbock und die Grünen sind nicht die einzigen, die an dem Tag harte Worte seitens Söders einstecken müssen. So kritisierte der Bayer seinen Vize Hubert Aiwanger (Freie Wähler) scharf für seine umstrittenen Äußerungen in der Corona-Politik. Aiwanger hatte in der Diskussion über möglichen politischen Druck auf Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen, zuletzt vor einer „Apartheidsdiskussion“ gewarnt.

Das seien „verstörende Aussagen“, die für einen stellvertretenden Ministerpräsidenten unangemessen seien, rügte Söder auf dem Bezirksparteitag der Oberbayern-CSU. Aiwanger solle die Wortwahl zurücknehmen und sich dafür entschuldigen, forderte der bayerische Regierungschef.

Angesichts der Kritik an seiner Wortwahl hatte Aiwanger schon vor einigen Tagen deutlich gemacht, dass er sich missverstanden fühlt. „Ich habe davor gewarnt, dass wir durch eine unüberlegte Vorgehensweise in der Impfpolitik den Impfgegnern Munition liefern und in eine Apartheidsdiskussion geraten“, äußerte er. Er habe damit nicht sagen wollen, dass Unterschiede zwischen Geimpften und Nichtgeimpften mit der Apartheid verglichen werden könnten. (dpa/aka)

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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