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Markus Söder.

"Lifestyle-Faktor" erhöhen

Söder will schickere Staatsbäder

Bad Kissingen - Kurbäder können sich nicht mehr nur auf Kurgäste verlassen. Sie müssen moderner werden und neue Gäste anlocken. Finanzminister Söder meint zu wissen, wie sie das schaffen können.

Damit die bayerischen Staatsbäder auch künftig wirtschaftlich bleiben, müssen sie nach Ansicht von Finanzminister Markus Söder ihren „Lifestyle-Faktor“ erhöhen. „Es ist ein Qualitätswandel nötig. Wir müssen weg vom klassischen Kurbad. (...) Es muss auch schick und in sein“, sagte der Politiker am Freitag in Bad Kissingen.

Vor Bürgermeistern und Kurdirektoren der Region stellte Söder die Strategie des Freistaats für die fünf Staatsbäder vor. Die Situation habe sich gewandelt: „Die Kurorte von heute sind mehr nur für eine Generation, sondern für die ganze Familie.“ Es sei wichtig, zunehmend mehr Tagesgäste anzulocken. Mehr Konzentration auf Schönheit und Wellness - das sei das Mittel der Wahl. Gleichzeitig müsse die Qualität der medizinischen Einrichtungen deutlich erhöht werden. Nur so könne ausgeglichen werden, dass die klassische Kur nicht mehr so gefragt ist.

"Wo Staat drauf steht, muss auch Qualität drin sein"

Ein weiterer Kernpunkt war deshalb, dass es Nachholbedarf bei der Vermarktung der Staatsbäder gibt. „Wir haben sie in den vergangenen Jahren gut gefördert, aber defensiv verkauft.“ Der Freistaat werde deshalb das Marketing weiter verstärken. Für die Staatsbäder sollen Söders Angaben zufolge fast 40 Millionen Euro in den kommenden Doppelhaushalt eingestellt werden. „Wo Staat drauf steht, muss auch Qualität drin sein.“ Die Staatsbäder seien ein wichtiger Teil der bayerischen Gesundheitsregionen. Sie stärkten vor allem die strukturschwachen Gebiete im Freistaat.

Die Bürgermeister begrüßten die Initiative des Finanzministers. „Es tut gut, dass die Regierung uns auf dem Schirm hat und dass sie auch in Zukunft zu uns stehen will“, sagte Bad Kissingens Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD). Als besonders positiv schätzte er Söders Zusage für ein stärkeres Marketing für die Staatsbäder ein.

dpa

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