+
Markus Söder am Mittwoch im Landtag

„Ein sehr stabiles Land“

Söder: "Zersplitterung des bürgerlichen Lagers" schlecht für Bayern

Kurz vor seiner erhofften Kür zum Spitzenkandidaten will Markus Söder ein „stabiles Bayern“ beschwören. Er warnt vor der „Zersplitterung des bürgerlichen Lagers“.

München - Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CDU) will bei der Landtagswahl im kommenden Jahr eine "Zersplitterung des bürgerlichen Lagers" verhindern. "Bayern ist ein sehr stabiles Land", sagte Söder am Freitag vor Beginn des CSU-Parteitags im ARD-"Morgenmagazin". "Wenn wir am Ende aber Berliner Verhältnisse bekämen, ich meine jetzt die vielen Parteien insbesondere, dann führt das nur zu Instabilität in Bayern."

Über alle Neuigkeiten zum CSU-Parteitag in Nürnberg halten wir Sie in unserem News-Ticker auf dem Laufenden.

Am Samstag Kür zum Spitzenkandidaten?

Im Zentrum des CSU-Parteitags in Nürnberg steht der Wechsel zu einer Doppelspitze aus Söder und Horst Seehofer. Parteispitze und Landtagsfraktion verständigten sich Anfang Dezember darauf, dass der bayerische Finanzminister im kommenden Jahr Seehofer als Ministerpräsidenten ablösen und für die CSU als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl im Herbst antreten soll. Seehofer stellt sich aber als Parteichef zur Wiederwahl. Die Wahlen stehen am Samstag auf dem Programm des CSU-Parteitags. Bereits am Freitag wird Kanzlerin Angela Merkel als Rednerin erwartet.

“Zersplitterung macht keinen Sinn“

Angesichts des schlechten Abschneidens der CSU bei der Bundestagswahl befürchtet die Partei einen Verlust ihrer absoluten Mehrheit bei der Landtagswahl. Insbesondere ein erstmaliger Einzug der AfD in den bayerischen Landtag würde die Macht der CSU untergraben. Vor der Wahl müsse die CSU klarmachen, dass "eine Zersplitterung des bürgerlichen Lagers am Ende keinen Sinn macht", sagte Söder. Als große Themen nannte er neben Sicherheit den Wohnungsbau und die Digitalisierung insbesondere in Schulen.

Lesen Sie auch: „Söder-Effekt“? CSU legt in aktueller Umfrage zu

AFP/Video: Glomex

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Merkel kann Wut vieler Ostdeutscher verstehen: „Finde es nicht verwunderlich“ 
Angela Merkel (CDU) zeigt Verständnis für den Frust vieler Ostdeutscher und äußerte sich in einem Interview über die Unterschiede zwischen Ost und West. 
Merkel kann Wut vieler Ostdeutscher verstehen: „Finde es nicht verwunderlich“ 
Strompreis soll beim Kohleausstieg nicht zu stark steigen
Es ist eine riesige Aufgabe: Deutschland will nach der Atomenergie auch aus dem Kohlestrom aussteigen. Eine Kommission hat schon viele Details ausgehandelt, die für den …
Strompreis soll beim Kohleausstieg nicht zu stark steigen
AfD-Abgeordnete verlassen Gedenkfeier für NS-Opfer
Bei einer Gedenkstunde im bayerischen Landtag hat Charlotte Knobloch die AfD kritisiert. Daraufhin verließen mehrere Abgeordnete den Saal.
AfD-Abgeordnete verlassen Gedenkfeier für NS-Opfer
Merkel zeigt Verständnis für Frust vieler Ostdeutscher
In Ostdeutschland schlägt Angela Merkel häufig besonders stark die Wut vieler Bürger entgegen. Sie zeigt aber Verständnis für deren Unzufriedenheit.
Merkel zeigt Verständnis für Frust vieler Ostdeutscher

Kommentare