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Zahlreiche SPD-Mitglieder sind in Chemnitz auf die Straße gegangen - hier ein Zug mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.

"Es war ein richtiger Hinterhalt"

SPD-Gruppe bei Chemnitz-Demo überfallen - dann muss sie einen Shitstorm ertragen

„Es war ein richtiger Hinterhalt. Manche hatten Angst um ihr Leben“, sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Sören Bartol aus Marburg.

Für den SPD-Bundestagsabgeordneten Sören Bartol aus Marburg bedeutet das vergangene Wochenende einen tiefen Einschnitt. Frauen und Männer aus seinem Wahlkreis in Mittelhessen demonstrierten am Samstag in Chemnitz. 

"Wir sind hingefahren und haben demonstriert, ungefähr 35 Leute aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen aus Marburg, mit selbst gemalten Transparenten, SPD- und Juso-Fahnen", sagte er. Dann der Schock: Die Gäste wurden von Rechtsradikalen überfallen. Bartol war zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg mit dem Zug nach Berlin.

In unserem News-Ticker halt wir Sie über das Geschehen in Chemnitz auf dem Laufenden.

„Es war ein richtiger Hinterhalt. Manche hatte Angst um ihr Leben“, blickte Bartol im Interview der Frankfurter Rundschau* auf die Geschehnisse zurück. In dem Gespräch nennt er weitere erschütternde Details. Die Polizei habe den Vorfall aufgenommen.

Sören Bartol ist von den Vorkommnissen in Chemnitz geschockt.

Damit nicht genug: In den sozialen Netzwerken drehten die Rechten anschließend die Dinge auf den Kopf. "Das ist eine ganz neue Qualität der Aggressivität", sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete. Wie er Shitstorm und Hasskommentare erlebt hat, erläutert Bartol weiter im Wortlaut-Interview der FR. 

*FR.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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