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Willy Brandt (links) war von 1969 bis 1974 SPD-Bundeskanzler. Sein Sohn Peter ist Historiker.

"Gewinn an Demokratie"

Brandt-Sohn lobt SPD-Mitgliedervotum

Berlin - Als Bundeskanzler wollte Willy Brandt (SPD) "mehr Demokratie wagen". Sein Sohn, Historiker Peter Brandt, findet: Das ist mit dem SPD-Mitgliederentscheid gelungen.

Der Historiker Peter Brandt hat den SPD-Mitgliederentscheid über die Große Koalition als "Gewinn an Demokratie" bezeichnet. Deshalb begrüße er es, das nicht nur ein Führungsgremium, sondern die Parteibasis entschieden hat, sagte er der Tageszeitung "neues deutschland" (Montagausgabe). Brandt, ältester Sohn des ersten sozialdemokratischen Bundeskanzlers Willy Brandt, fügte hinzu, Anliegen seines Vaters sei es gewesen, Demokratie im Bewusstsein der Menschen zu verankern, "nicht nur als Staatsordnung, sondern auch als Lebensform. Er wollte Demokratie auf die unterschiedlichen Gesellschaftsbereiche ausdehnen und partizipatorische Elemente stärken."

Zum Thema Rot-Rot-Grün sagte der Sozialdemokrat, er habe "keine Berührungsängste gegenüber der Linkspartei" und auch nichts gegen eine Regierungszusammenarbeit. Wenn sich die SPD aber während des Wahlkampfes eindeutig festgelegt habe, könne sie jetzt nicht einfach umschwenken, ohne massiv an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Das ist das Kabinett der Großen Koalition

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zr

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