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Soldat Franco A. fragte BAMF-Aushilfe über Asyl aus

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In der Kammer von Franco A. wurden Devotionalien aus der Wehrmacht-Zeit gefunden.
In der Kammer von Franco A. wurden Devotionalien aus der Wehrmacht-Zeit gefunden. © dpa

Berlin - Der unter Terrorverdacht stehende Bundeswehr-Offizier Franco A. hat sich auf seine Rolle als falscher syrischer Flüchtling offensichtlich gut vorbereitet, wie ein Kollege von ihm nun aussagte.

Nach „Spiegel“-Informationen sagte ein Soldat aus, Franco A. habe ihn ausgefragt, wie genau die Befragung bei Asylanträgen ablaufe und welche Belege die meisten Flüchtlinge bei sich hätten. Der Soldat, der zum selben Jägerbataillon wie Franco A. gehörte, hatte während der Flüchtlingskrise in der Asyl-Verwaltung ausgeholfen.

Ende 2016 hatte sich beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ein Berg von unerledigten Asylanträgen angehäuft. Ministerien, die Bundeswehr und andere Behörden hatten daraufhin Mitarbeiter aus ihren Reihen an das BAMF ausgeliehen.

Der rechtsextreme Franco A. war Ende 2015 als „Syrer David Benjamin“ bei den Behörden vorstellig geworden. Im Mai 2016 stellte er einen Asylantrag. Obwohl der vermeintliche Syrer kein Arabisch sprach, erhielt er im Dezember 2016 einen eingeschränkter Schutzstatus.

dpa

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