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Paul Manafort war für US-Präsident als Wahlkampfleiter tätig.

Ehemaliger Wahlkampfleiter betroffen

Sonderermittler wühlt weiter: Nächster Trump-Vertrauter unter Beschuss

US-Sonderermittler Robert Mueller hat die Anklage gegen den ehemaligen Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, erweitert.

Washington - Manafort und seinem ehemaligen Vertrauten Richard Gates wurde am Donnerstag Steuer- und Bankbetrug in 32 Anklagepunkten vorgeworfen. Sie sollen die Bundessteuerbehörde betrogen haben und US-Banken belogen haben, um Kredite in Höhe von rund 20 Millionen Dollar (16 Millionen Euro) zu bekommen.

Manafort und Gates sind bereits wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit ihrer Lobbyistentätigkeit für pro-russische Kräfte in der Ukraine angeklagt. Auch die neuen Vorwürfe stehen nicht in Zusammenhang mit dem Präsidentschaftswahlkampf 2016.

Manafort und Gates hatten durch ihre Arbeit in der Ukraine zweistellige Millionenbeträge eingenommen. Seit 2006 bis in die Gegenwart hätten beide ihre Einnahmen vor den US-Behörden verborgen, sich aber an dem Geld erfreut, heißt es in der neuen Anklage.

Ein Sprecher Manaforts zeigte sich "zuversichtlich, dass er freigesprochen wird". Manafort sei unschuldig.

Vorwurf: Zahlungen des ukrainischen Präsidenten

Manafort war im Juni 2016 zum Wahlkampfleiter Trumps ernannt worden. Zwei Monate später musste er den Posten wieder abgeben, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, er habe mehr als zwölf Millionen Dollar von der Partei des damaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch erhalten.

Sonderermittler Mueller untersucht, ob es zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2016 geheime Absprachen gab. Muellers Team untersucht außerdem, ob der US-Präsident die Ermittlungen gegen sich behindert hat.

Zuletzt war auch Trump-Schwiegersohn Jared Kushner ins Visier von Sonderermittler Mueller geraten.

afp

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