+
"#Free Deniz" steht auf einem Plakat in einem Schaufenster eines Restaurants. Foto: Paul Zinken

"Journalist des Jahres"

Sonderpreis für Deniz Yücel und #FreeDeniz

Nach mehr als einem Jahr ist der Journalist Deniz Yücel aus der türkischen Untersuchungshaft freigekommen. Für seinen "beharrlichen Kampf für das Recht auf freie Meinungsäußerung" wird der 44-Jährige mit einem Preis geehrt.

Berlin (dpa) - Der "Welt"-Journalist Deniz Yücel und sein Unterstützerkreis #FreeDeniz erhalten am Montagabend bei der Auszeichnung "Journalist des Jahres" einen Sonderpreis.

Yücel war erst am Freitag nach mehr als einem Jahr in türkischer Untersuchungshaft freigekommen. Ein Istanbuler Gericht verfügte seine Haftentlassung, das Verfahren wegen "Propaganda für eine Terrororganisation" und "Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit" geht aber weiter.

Die Auszeichnung wird in Berlin verliehen. Die Jury hatte ihre Entscheidung bereits im Dezember bekannt gegeben. Zur Begründung für die Auszeichnung an Yücel und den Freundes- und Unterstützerkreis #FreeDeniz teilte die Jury der Branchenzeitschrift "medium magazin" mit, sie wolle damit den beharrlichen Kampf für das Recht auf freie Meinungsäußerung und für die vollständige Freilassung der in der Türkei zu Unrecht inhaftierten Kollegen und Kolleginnen würdigen.

Yücel war am Freitagabend in Berlin angekommen, hat Deutschland inzwischen aber wieder verlassen. "Ich bin nicht in Deutschland. Aber ich bin unter Freunden", schrieb der 44-jährige "Welt"-Korrespondent am Samstag auf Twitter. Im Juni war Deniz Yücel in Abwesenheit schon mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet worden.

Sonderpreis für Deniz Yücel

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Noch mehr "sichere Herkunftsstaaten"
Die Bundesregierung will, dass die Liste der "sicheren Herkunftsländer" länger wird. Das Vorhaben steht auch im "Masterplan Migration" von Bundesinnenminister Seehofer. …
Noch mehr "sichere Herkunftsstaaten"
Habeck: Besitzer von Brachflächen zum Bauen verpflichten
Berlin (dpa) - In Regionen mit Wohnungsnot sollten Besitzer von Brachflächen nach Ansicht des Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck zum Bauen von Häusern verpflichtet werden.
Habeck: Besitzer von Brachflächen zum Bauen verpflichten
Spahn setzt bei Pflegereform auch auf Betreuungsdienste
Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Pflegekräfte entlasten, indem künftig bestimmte Leistungen auch durch reine Betreuungsdienste übernommen werden …
Spahn setzt bei Pflegereform auch auf Betreuungsdienste
SPD: Seehofer für ausreisepflichtige Gefährder zuständig
Nach der umstrittenen Abschiebung des mutmaßlichen islamistischen Gefährders Sami A. nach Tunesien hat die SPD ein stärkeres Engagement des Bundes gefordert.
SPD: Seehofer für ausreisepflichtige Gefährder zuständig

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.