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Gerd Sonnleitner.

"Mich packt der heilige Zorn"

Bauern-Präsident: Kritische Worte zum Abschied

Fürstenfeldbruck - Der scheidende Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, hat der Politik beim überbordenden Flächenverbrauch Tatenlosigkeit vorgeworfen.

“Offen gestanden, ich bin nicht zufrieden, ja mich packt der heilige Zorn, wenn ich sehe, wie wenig in dieser Frage wirklich passiert“, sagte Sonnleitner am Mittwoch beim Bauerntag in Fürstenfeldbruck. Der Boden entschwinde den Bauern immer mehr unter den Füßen. Mit Flächenverbrauch ist gemeint, dass ehemals landwirtschaftliche Flächen anders genutzt werden, zum Beispiel für Straßen- oder Siedlungsbau.

Bauernverband kritisiert: Brot und Butter zu billig

Sonnleitner wiederholte die Kritik an den Naturschutzplänen von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos. Die Biodiversität sei eine Herausforderung, zu der die Bauern ihren Beitrag leisteten. “Aber viel größer ist doch die Verantwortung, die Welternährung von jetzt über sieben Milliarden Menschen zu sichern.“

Er übergebe einen “wohlbestellten Verband“, sagte Sonnleitner, der sein Amt am Mittwoch abgibt. Einziger Kandidat für die Nachfolge ist der aus Baden-Württemberg stammende Joachim Rukwied. Der Deutsche Bauernverband sei die Stimme der Bauern und müsse die Stimme der Bauern bleiben, rief Sonnleitner den rund 560 Delegierten zu. “Seid einig, seid stolz, seid weiterhin Bauern mit Herz und mit Verstand!“

dpa

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