+
Unterstützer des hingerichteten Mumtaz Qadri demonstrieren am Montag vor dem Parlament in Islamabad.

Demonstrationen vor dem Parlament

Aus Sorge vor religiösem Mob: Islamabad stellt Handynetze ab

Islamabad - Es wird angenommen, dass die Maßnahme mit der Präsenz von rund 2000 radikalen, religiösen Demonstranten vor dem Parlament zu tun hat

In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad wurden am zweiten Tag in Folge sämtliche Mobiltelefonnetze abgeschaltet. Eine offizielle Stellungnahme gab es dazu nicht. Es wird angenommen, dass die Maßnahme mit der Präsenz von rund 2000 radikalen, religiösen Demonstranten vor dem Parlament zu tun hat. Die hatten sich dort am Sonntag festgesetzt. Mit der Abschaltung der Netze soll verhindert werden, dass Mob-Aktivitäten organisiert werden. Außerdem werden so per Handy zündbare Sprengsätze außer Kraft gesetzt.

Seit dem Sonntag demonstrierten Tausende religiöse Radikale in Islamabad gegen die Hinrichtung eines Extremisten vor einem Monat. Mumtaz Qadri hatte 2011 den liberalen Gouverneur der Provinz Punjab, Salman Taseer, ermordet, nachdem dieser die strengen Blasphemiegesetze des Landes kritisiert hatte. Für den Mord war Qadri von Hunderttausenden Pakistanern wie ein Held gefeiert worden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EU-Außenminister tagen erstmals unter Vorsitz von Borrell
Brüssel (dpa) - Die Außenminister der EU-Staaten treffen sich an diesem Montag (10.00 Uhr) zum ersten Mal unter Vorsitz des neuen EU-Außenbeauftragten Josep Borrell.
EU-Außenminister tagen erstmals unter Vorsitz von Borrell
Entscheidende Woche der Klimakonferenz beginnt
Madrid (dpa) - Die UN-Klimakonferenz geht am Montag in die zweite und entscheidende Woche. Am Vormittag (10.30 Uhr) haben die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg …
Entscheidende Woche der Klimakonferenz beginnt
Endspurt vor der Wahl: Boris Johnson kämpft "um jede Stimme"
Wer wird bei der Neuwahl in Großbritannien am Donnerstag als Sieger ins Ziel gehen? Die Oppositionsparteien hoffen, mit taktischem Wahlverhalten den umstrittenen Premier …
Endspurt vor der Wahl: Boris Johnson kämpft "um jede Stimme"
Nächster Schritt im Impeachment-Prozess gegen Trump: Justizausschuss prüft Vorwürfe
Im Impeachment-Verfahren gegen US-Präsident Donald Trump steht der nächste Schritt bevor. Das Weiße Haus hatte sich zuvor in einem Brandbrief an US-Medien dazu geäußert.
Nächster Schritt im Impeachment-Prozess gegen Trump: Justizausschuss prüft Vorwürfe

Kommentare