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US-Bundesstaat South Carolina: Geschichte, Politik, Bevölkerung und Geografie

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Auf der Boone Hall Plantation in South Carolina wurde früher Baumwolle angepflanzt.
Südstaaten-Vergangenheit: Nach der Abschaffung der Sklaverei und dem Ende des Bürgerkriegs verarmte South Carolina. Außerdem verschwanden die großen Baumwollplantagen. © picture alliance / dpa-tmn / Andrea Warnecke

South Carolina spielte eine Vorreiterrolle während des Unabhängigkeitskriegs und des amerikanischen Bürgerkriegs. Alle Infos zu Geografie, Politik und Wirtschaft übersichtlich zusammengefasst.

Columbia – Der US-Bundesstaat South Carolina trägt den Beinamen „Palmetto-Staat“. Das geht auf die Palmettopalme in der Staatsflagge zurück. Sie erinnert an das Fort Moultrie auf Sullivan‘s Island. Die Verteidigungsanlage aus Sandwällen und Holzbalken aus Palmettopalmen hielt 1776 dem Beschuss britischer Kriegsschiffe stand, sodass sie nach neun Stunden erfolglos abziehen mussten.

South Carolina – die Geschichte der Gründung des 8. Bundesstaates

Lange Zeit sah es so aus, als würde das Gebiet des heutigen South Carolina unbesiedelt bleiben. 1526 unternahmen die Spanier und die französischen Hugenotten erste Versuche, doch sie waren nicht von Dauer.

Erst 1670 gelang es den Engländern, in diesem Bereich der Ostküste dauerhaft Fuß zu fassen. Sie nannten ihre Kolonie „Carolina“ nach dem lateinischen Namen „Carolus“ für ihren König Karl I. Mit dem Siedlungsbau der Briten begann South Carolinas bewegte Geschichte:

South Carolina – Infos zur Geografie

South Carolina grenzt im Osten an den Atlantik, im Norden an North Carolina sowie im Süden und Südwesten an Georgia.

Der US-Bundesstaat besitzt mit Ausläufern der Appalachen und der Blue-Ridge-Mountains einige Berge. Dazu kommen das mit Hügelketten durchsetzte, plateauförmige Piedmont sowie Sümpfe und eine lang gezogene Küstenlandschaft.

Das Klima in South Carolina ist feucht und subtropisch.

South Carolina: Hauptstadt und andere wichtige Städte

Columbia ist die Hauptstadt von South Carolina. Sie liegt im Zentrum des US-Bundesstaates und hat ca. 129.272 Einwohner. Weitere bedeutende Städte sind:

South Carolina – Einwohnerzahl und Bevölkerung

South Carolina hat rund 5.084.127 Einwohner, das entspricht etwa 60 Menschen pro Quadratkilometer.
Die Bevölkerung setzt sich aus folgenden Gruppen zusammen:

South Carolina – einflussreiche Sektoren der Wirtschaft

Nach der Abschaffung der Sklaverei und dem Ende des Bürgerkriegs verarmte South Carolina. Außerdem verschwanden die großen Baumwollplantagen und die Landwirtschaft konzentrierte sich auf die Produktion von Tabak und Obst sowie auf die Viehzucht.

Tourismus, Dienstleistung und Industrie gewannen stetig an Bedeutung. Die wichtigsten Zugpferde der Wirtschaft sind heute:

South Carolina: Prognosen und Trends bei den Wahlen

In South Carolina hatten die Demokraten zu Beginn des 20. Jahrhunderts großen Einfluss. Das wandelte sich, als sich die Partei in den 1950er und 1960er Jahren auf die Seite der Bürgerrechtler schlug und sich für die Abschaffung der Rassentrennung stark machte. Seitdem können die Republikaner bei den meisten Wahlen den Erfolg für sich verbuchen.

Für die Präsidentschaftswahlen 2020 sehen Experten allerdings Anzeichen für eine Wende im Wahlverhalten. Denn durch den hohen Anteil an politisch interessierten Afroamerikanern konnte die demokratische Partei mit Joe Biden bei den Vorwahlen den Sieg holen.

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