+
Protest vor der CSU-Zentrale in München: "Glyphosat Nein" und "Fünf Jahre Ackergift: Danke Herr Schmidt!" Foto: Matthias Balk

Empörung der SPD

"Massiver Vertrauensverlust" wegen Glyphosat-Vorfalls

Die Sozialdemokraten sehen die Union vor dem Vierer-Treffen beim Bundespräsidenten unter Zugzwang. Minister Schmidt verteidigt derweil sein umstrittenes Vorgehen.

Berlin (dpa) - Die Empörung bei der SPD hält an: Parteichef Martin Schulz hält wegen der Glyphosat-Vorgänge das Verhältnis zur Union für gestört.

Vor dem Spitzentreffen von SPD und Union zur Suche nach einer neuen Regierung bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an diesem Donnerstag sagte Schulz in Berlin: "Das Verhalten von Bundesminister Schmidt war skandalös und hat zu einem massiven Vertrauensverlust innerhalb der geschäftsführenden Bundesregierung und zwischen den Parteien geführt." 

In der Sache will die SPD bei Glyphosat nicht lockerlassen und arbeitet auf ein nationales Verbot hin. Seine Partei setze sich nachdrücklich dafür ein, die Anwendung des Unkrautvernichters in Deutschland weitestgehend einzuschränken, wenn möglich zu verbieten, betonte Schulz. "Eine künftige Bundesregierung muss hieran arbeiten und die notwendigen Rechtsvoraussetzungen schaffen." 

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte zuvor gegen Absprachen in der geschäftsführenden Regierung und den Willen der SPD in Brüssel für die verlängerte Zulassung des Unkrautgiftes Glyphosat gestimmt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hambacher Forst: Gericht bestätigt Verbot des Demonstrationszugs
Im Hambacher Forst ist ein Journalist bei einem Sturz ums Leben gekommen. Trotzdem wird die Räumung laut RWE-Chef fortgesetzt werden - ein Demonstrationszug wurde …
Hambacher Forst: Gericht bestätigt Verbot des Demonstrationszugs
Geschwister warnen vor US-Kongresswahlen: Wählt nicht unseren Bruder!
Bei den Kongresswahlen in Arizona muss Paul Gosar nicht nur gegen seinen demokratischen Herausforderer antreten - sondern auch gegen seine Familie.
Geschwister warnen vor US-Kongresswahlen: Wählt nicht unseren Bruder!
Burkaverbot und „Fair Food“: Die Schweiz stimmt ab
In der Schweiz treffen die Bürger bei Volksabstimmungen am Sonntag Entscheidungen zum muslimischen Gesichtsschleier sowie zu Fragen der Ernährung und Landwirtschaft.
Burkaverbot und „Fair Food“: Die Schweiz stimmt ab
AfD-Kundgebung: 4000 protestieren gegen Rechts
Rostock (dpa) - In der Rostocker Innenstadt haben sich nach Polizeiangaben rund 4000 Menschen einer Demonstration der AfD friedlich entgegengestellt. Dem Aufruf zur …
AfD-Kundgebung: 4000 protestieren gegen Rechts

Kommentare