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Tabaré Vázquez ist Uruguays neues Staatsoberhaupt. 

Sozialist Vázquez gewinnt Präsidentenwahl in Uruguay

Montevideo - In Uruguay will die linke Regierungskoalition Frente Amplio bei der Präsidenten-Stichwahl heute eine dritte Amtsperiode in Folge erreichen.

Sozialist Vázquez gewinnt Präsidentenwahl in Uruguay (Foto - aktuell)

Die regierende Linkskoalition in Uruguay stellt mit dem Nachfolger Mujicas ihren dritten Staatschef in Folge. Vázquez erreichte einen klaren Sieg über seinen konservativen Rivalen Lacalle Pou.

Montevideo (dpa) - Der Sozialist Tabaré Vázquez hat die Stichwahl um die Präsidentschaft in Uruguay gewonnen. Der Kandidat der Linkskoalition Frente Amplio siegte am Sonntag mit 53,6 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen seinen Rivalen Luis Lacalle Pou von der konservativen Partido Nacional (Nationale Partei), auf den 41,1 Prozent der Stimmen entfielen, wie die Wahlbehörde nach dem vorläufigen Endergebnis der Auszählung mitteilte.

Vázquez erklärte am Sonntagabend (Ortszeit) bei seiner ersten Ansprache als neu gewählter Staatschef, er wolle in wichtigen Fragen Übereinkünfte mit der Opposition anstreben. Seine Regierung werde niemanden ignorieren, sagte Vázquez vor seinen Anhängern in Montevideo.

Lacalle Pou hat bereits eine Stunde nach Schließung der Wahllokale anhand der ersten Prognosen seine Niederlage eingestanden und Vázquez gratuliert. „Die Wahlergebnisse müssen befolgt, respektiert und verteidigt werden, wir glauben nicht, dass sich die Mehrheiten irren, sie regieren“, erklärte der konservative Kandidat. Auch der scheidende Staatschef José Mujica hat den 74-jährigen Arzt als seinen Nachfolger begrüßt.

Die von Sozialisten, Kommunisten, ehemaligen Tupamaro-Rebellen und anderen linken Parteien gebildete Frente Amplio wird im Ende Oktober neu gewählten Parlament über eine absolute Mehrheit in beiden Kammern verfügen. Vázquez war bereits Präsident von 2005 bis 2010. Er wird ab dem 15. März 2015 der dritte linke Staatschef in Folge in Uruguay sein.

Die Wahlen verliefen ohne Zwischenfälle, trotz starker Regenfälle, die zur Verlegung einiger Wahllokale zwangen. Die Wahlbeteiligung der knapp 2,6 Millionen Stimmberechtigten lag bei 88,6 Prozent.

dpa

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