Bundesgesundheitsminister Jens Spahn redet in einer Corona-Pressekonferenz in Berlin, im Hintergrund stehen dabei zwei Kameraleute.
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU, l) gibt sich vor den Hauptstadtmedien (Archivbild) zuversichtlich.

„Verfügbar und einfach bestellbar“

Kostenlose Corona-Schnelltests: Spahn zerstreut Bedenken - und bietet sich als „Kontaktbörse“ an

Ab dem 8. März soll es in Deutschland Gratis-Corona-Schnelltests für jeden geben. Ein Run auf die Testzentren wäre aber wohl nicht klug.

  • Mindestens einmal wöchentlich und kostenlos sollen die Schnelltests sein - für die man in ein Zentrum muss.
  • Für den Hausgebrauch gibt es auch welche - Gesundheitsminister Spahn will den Ländern Kontakte zu Herstellern vermitteln.
  • Gleichzeit warnt der CDU-Politiker, dass die Eigentests keine „absolute“ Sicherheit böten.

Berlin - „Von diesen Schnelltests sind mehr als genug da, sie sind verfügbar, sind einfach bestellbar“: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Befürchtungen über einen möglichen Mangel abgewiegelt. Der CDU-Politiker sagte am Freitag in einer gemeinsamen Pressekkonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler: „Die Hersteller sagen uns, dass die Lager voll sind.“

Es geht um die Tests auf Corona. Ab kommenden Montag (8. März) will der Bund für alle Bürger mindestens einmal pro Woche einen Schnelltests finanzieren.

Spahn zu Corona-Schnelltests: Nicht überall am 8. März verfügbar

Getestet werden soll in lokalen Testzentren, welche die Kommunen mit Partnern organisieren. Zudem sollen das Personal in Schulen und Kitas sowie Schülerinnen und Schüler in jeder Präsenzwoche mindestens einen kostenlosen Schnelltest erhalten.

Die kostenlosen Schnelltests würden nicht überall gleich am Montag verfügbar sein, sagte Spahn. Er sei aber zuversichtlich, dass das Angebot zügig vor Ort umgesetzt werden könne. Jedes Testzentrum wisse, wo die bereits seit längerem verfügbaren Antigen-Schnelltests bestellbar seien.

Corona-Tests für den Hausgebrauch: Spahn spricht von sieben Herstellern

Dazu kommen noch die Schnelltests zur Eigenanwendung durch Laien. Bislang gibt es laut Spahn sieben zugelassene Hersteller, und es würden mehr. Nach Aussage einiger Hersteller seien 20 Millionen Selbsttests pro Woche machbar, sagte der Gesundheitsminister. „Damit wäre jeder Schüler zweimal pro Woche testbar.“

Spahn bot sich den Ländern als „Kontaktbörse“ an, um Kontakt zu Testherstellern zu vermitteln, damit Tests etwa für Schulen und Kitas bestellt werden könnten.

Spahn warnt bei Selbsttests in der Corona-Pandemie: Nicht „in falscher Sicherheit wiegen“

Zugleich wies Spahn erneut darauf hin, dass Selbsttests keine absolute Sicherheit bieten. Ein positives Ergebnis müsse durch einen PCR-Test überprüft werden. Auch bei einem negativen Ergebnis dürfe sich niemand "in falscher Sicherheit wiegen". Das Tragen einer Maske und Abstandhalten seien weiter nötig.

Spahn hält die von Bund und Ländern am Mittwoch beschlossenen Öffnungsschritte für richtig. Zwar stagnierten die Inzidenzwerte oder stiegen sogar leicht. Die Virusvarianten breiteten sich weiter aus und mehr Menschen steckten sich an. Nach den Monaten des Lockdowns sei aber klar gewesen, "keine Öffnungsschritte zu wagen, war auch kaum verantwortbar", sagte Spahn. (AFP/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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