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Vorübergehend kontrolliert Spanien wieder seine Grenzen zu Frankreich.

Spanien setzt Schengen-Abkommen aus

Madrid - Spanien hat wegen der bevorstehenden Ratssitzung der Europäischen Zentralbank in Barcelona vorübergehend wieder Kontrollen an der Grenze nach Frankreich eingeführt.

Die Regierung in Madrid will damit die Einreise von gewalttätigen Demonstranten zum EZB-Treffen am 3. Mai in der katalanischen Metropole verhindern.

Wie die Sicherheitsbehörden am Wochenende mitteilten, wurde dazu das Schengen-Abkommen vorübergehend ausgesetzt, das die Abschaffung von Grenzkontrollen in weiten Teilen der Europäischen Union vorsieht. Die Polizei nahm am Samstag die Passkontrolle auf den Flughäfen von Barcelona und Gerona, in Fernzügen aus Frankreich und an mehreren Grenzübergängen wieder auf.

Auf der Autobahn zwischen Perpignan (Südfrankreich) und Barcelona bildeten sich Staus am Grenzübergang La Jonquera. Bei den Passkontrollen sind etwa 400 Beamte im Einsatz. Die Wiedereinführung der Grenzkontrollen bleibt bis einschließlich 4. Mai in Kraft.

In Spanien werden gewalttätige Proteste am Rande des EZB-Treffens befürchtet. In Barcelona gibt es eine militante Szene von Autonomen, die sich in der Vergangenheit schon häufiger im Anschluss an friedliche Kundgebungen Straßenschlachten mit der Polizei geliefert hatten.

dpa

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