Flüchtlingsansturm am Wochenende

Spanischer Politiker: Menschenhändler starten „koordinierten Angriff“ auf unsere Küste

Spanien erlebt seit diesem Wochenende einen für das Land ungewohnt großen Flüchtlingsansturm. In der Region Murcia herrscht Alarmstimmung. 

Madrid - In den vergangenen Tagen seien Hunderte Migranten unter anderem in Andalusien, an der Costa Blanca und in der Exklave Ceuta gelandet, berichteten spanische Medien am Sonntag. Vor Ceuta seien drei Afrikaner ertrunken, als ihr Boot gekentert sei.

Allein in der Region Murcia im Südosten Spaniens seien binnen 48 Stunden mehr als 500 Menschen in fast 50 Booten angekommen, berichtete die Nachrichtenagentur „Europa Press“. Francisco Bernabé, der Statthalter der Regierung in Murcia, sprach von einer „schweren humanitären Krise“. Mafiöse Gruppen, die sich auf Menschenhandel spezialisiert hätten, hätten den Flüchtlingszustrom organisiert, betonte er und sprach von einem „koordinierten Angriff auf unsere Küsten“.

Weitere 50 Boote, die von Algerien aus in See gestochen waren, seien abgefangen und zurückgeschickt worden, so Bernabé. An der Aktion seien neben der spanischen Küstenwache auch Marineschiffe, Hubschrauber und Flugzeuge beteiligt gewesen.

Lesen Sie auch: 

Schon mehr als 2900 Flüchtlinge dieses Jahr im Mittelmeer gestorben

Deutsche Fregatte rettet 158 Flüchtlinge von Schlepper-Schlauchboot

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Chemnitzer Oberbürgermeisterin macht Merkel schweren Vorwurf - Das sagten ihr die Basketballer
Es ist ein später Besuch in Chemnitz: Fast drei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Mannes und den Aufmärschen rechter Gruppen kommt Bundeskanzlerin Angela …
Chemnitzer Oberbürgermeisterin macht Merkel schweren Vorwurf - Das sagten ihr die Basketballer
Kommentar zu Horst Seehofer: Der Sündenbock trollt sich
Den Rücktritt des CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer kommentiert Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.
Kommentar zu Horst Seehofer: Der Sündenbock trollt sich
Weißes Haus muss CNN-Reporter vorerst wieder Zugang gewähren
Washington (dpa) - Das Weiße Haus muss dem CNN-Korrespondenten Jim Acosta vorerst wieder Zugang zu Pressekonferenzen gewähren. Ein Bezirksgericht in Washington gab einem …
Weißes Haus muss CNN-Reporter vorerst wieder Zugang gewähren
Das seltsame Verhältnis von Bayerns Digitalministerin Gerlach zu den sozialen Medien und zur Digitalisierung
Jünger und weiblicher: Keine neue Ministerin steht so sehr für einen Generationswandel in der Staatsregierung wie Judith Gerlach. Das Verhältnis der Digitalministerin zu …
Das seltsame Verhältnis von Bayerns Digitalministerin Gerlach zu den sozialen Medien und zur Digitalisierung

Kommentare