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Plakative Forderung: Markus Rinderspacher (r) rät CSU-Chef Horst Seehofer, mehrere Kabinettsmitglieder zu entlassen.

SPD-Fraktionschef mischt sich ein

CSU-Führungsstreit: Rinderspacher rät Seehofer zu drastischem Schritt

Bemerkenswerte Aussagen von Markus Rinderspacher: Der SPD-Fraktionschef hat „fast“ Mitleid mit dem angeschlagenen Horst Seehofer - und gibt dem CSU-Chef in Sachen Markus Söder einen Tipp.

München - Nach den Angriffen auf seine Autorität sollte Ministerpräsident Horst Seehofer nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher mehrere Kabinettsmitglieder entlassen. Es sei für den CSU-Chef überfällig, Finanzminister Markus Söder und die beiden Staatssekretäre Georg Eisenreich sowie Albert Füracker wegen ihres Verhaltens gegenüber Seehofer zu entlassen, sagte Rinderspacher am Montag in München. Generell tue ihm Seehofer in der aktuellen Lage mit der Kritik an seiner Person fast leid. Sollte Seehofer nicht mehr die Kraft zur Kabinettsumbildung haben, müsse er selbst zurücktreten.

Rinderspacher: Abwarten ist das Schlechteste

„Dies muss er laut Verfassung sogar tun, wenn ansonsten eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Landtagsmehrheit nicht möglich ist“, betonte Rinderspacher. Das Schlechteste, was Seehofer tun könne, sei abzuwarten. Der CSU-Chef will sich erst nach dem Ende der Sondierungen für eine mögliche Jamaika-Koalition im Bund in die Personaldebatte einschalten. Bislang beklagte er lediglich wiederholt, dass die Position der CSU in Berlin durch die „Trommelfeuer“ aus der eigenen Partei geschwächt werde.

In der CSU ist seit dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl eine Personaldebatte entbrannt, in der viele Parteianhänger längst den Rücktritt Seehofers fordern und sich Söder als Nachfolger wünschen. Auch Kabinettsmitglieder hatten sich nicht mit Kritik an Seehofer zurückgehalten. Für die SPD sei es bei der Landtagswahl egal, ob Söder oder Seehofer Spitzenkandidat werde: „Söder ist das Abziehbild von Horst Seehofer, nur etwas jünger, er ist das personifizierte Weiter so, nur eben aus Franken.“

dpa

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